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West-Aserbaidschan

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt die Provinz West-Aserbaidschan in Iranisch-Aserbaidschan, historisch wird auch eine Landschaft im benachbarten Ostanatolien so genannt.
Bild:IranWestAzerbaijan.png
Lage der Provinz West Aserbaidschan im Iran

West-Aserbaidschan (persisch: آذربايجان غربى

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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort West-Aserbaidschan, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.


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/ Āzārbāyjān-e Gharbī) ist eine Provinz im Iran/Āzarbāydschān. Sie hat eine Einwohnerzahl von 2.955.634 und eine Fläche von 39.487 km².

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Mit den türkisch-russisch-persischen Grenzverträgen von 1813, 1828 und 1878 kam das heutige Gebiet West-Aserbaidschan völkerrechtlich an das damalige Persien, das vorher formal die Oberhoheit über dieses hatte. Damit entstanden die noch heute gültigen türkisch-aserbaidschanisch-iranischen Außengrenzen. Es bildet heute eine der 30 iranischen Provinzen.

Herausgehobene Ereignisse die im 20. Jahrhundert die Region betrafen waren:

  • Die Besetzung durch die UdSSR im Jahr 1946
  • die Gründung und Vernichtung der Republik Mahabad 1946;
  • wie die Periodischen Kämpfe von 1979 bis in die 1990er Jahre, vereinzelt gibt es auch Kämpfe bis heute, zwischen den Kurden (nationalistischen und kommunistischen Kräften) auf der einen Seite, sowie der iranischen Regierung auf der anderen Seite. Zeitweise waren große Teile der Provinz nicht unter der Kontrolle der Regierung in Teheran[1].

Geografie

Das heutige West-Aserbaidschan liegt im äußersten Nordwesten des Iran. Die Hauptstadt der Provinz ist die 602.403 Einwohner zählende Stadt Urmia. Von hier sind es bis zur Hauptstadt Teheran knapp 900 Straßenkilometer. Nahe der Hauptstadt liegt der gleichnamige See, der ähnlich wie der Vansee in Anatolien ein riesiger Steppensee ist. Je nach Jahreszeit erreicht er eine Fläche zwischen 5000 und 6000 km². Der abflusslose See ist mit einem Salzgehalt von bis 29% ganzjährig eisfrei. Die Landschaft ist der des benachbarten Ostanatoliens sehr ähnlich, mit hohen Bergen und vielen weiten Hochebenen. Daneben befindet sich die Stadt Mahabad im Süden der Provinz.

Gliederung

Bild:West-Aserbaidschan.JPG
West-Aserbaidschan

Die Distrikte der Provinz sind:

  • Bukan
  • Khoy
  • Mahabad (Azer.:Sovujboulagh)
  • Maku
  • Miandoab (Azer.:Qoshachay)
  • Naghadeh (Azer.:Solduz)
  • Piranshahr
  • Oshnaviyeh (Kurd.:Şino)
  • Salmas
  • Sardasht
  • Seyahcheshmeh
  • Shahindezh
  • Takab
  • Urmia (Azer.:Urmu)

Hier die derzeitige Bevölkerung der wichtigsten Städte (Quelle [2] - 2005):

  • Oschnaviyeh: 50 661
  • Piranshahr: 61 380
  • Qarahziyaeddin: 31 947
  • Salmās: 81 606
  • Sardasht: 47 637
  • Schahindezh: 41 442
  • Takāb: 51 541

Flora und Fauna

Im Orumiyehsee kann aufgrund des hohen Salzgehalts nur eine einzige Fischart überleben. Ansonsten ist die Umgebung des Sees ein Paradies für Ornithologen. Es leben dort Flamingos, Pelikane und viele andere Wasservögel. In den Bergen Westaserbaidschan leben noch einzelne Braunbären und viele Wölfe. In der Region werden sehr viele Obstsorten angebaut. Kirschen gedeihen genauso wie Orangen, Zitronen oder Trauben.

Klima

Die Provinz hat ein ausgesprochenes Kontinentalklima, welches aufgrund der Höhe der meisten Orte zudem für die geografische Breite extrem kühl ist. Die Winter sind ähnlich kalt wie in den Alpen und die Sommertemperaturen entsprechen denen des Mittelmeeres. Niederschläge fallen ganzjährig, allerdings eher von geringer Intensität. Im Durchschnitt bewegen sich die Temperaturen am Tage zwischen 0 °C im Januar und 30 °C im Juli, sowie –8 °C in den Januarnächten und 18 °C in den Julinächten. Wintertemperaturen von unter –20 °C kommen allerdings ebenso regelmäßig vor, wie Sommertemperaturen von über 40 °C.

Bevölkerung

Die Bevölkerungsmehrheit stellen seit Jahrhunderten die Kurden und Aserbaidschaner, Assyrer dar, daneben gibt es noch einige Perser und Armenier. Kurmandschi und Aseri sind weit verbreitet. Im Süden der Provinz sprechen ebenfalls viele Menschen den kurdischen Dialekt Sorani. Gerade ältere Menschen können die Landessprache persisch weniger gut verstehen, was bei den Jugendlichen nicht mehr der Fall ist. Offizielle Sprache in Ämtern und Behörden West-Aserbaidschans ist persisch.

Religion

Die meisten Einwohner der Provinz sind sunnitische Muslime. Es gibt eine kleine hauptsächlich armenisch-orthodoxe christliche Minderheit die, wie im gesamten Iran, keinerlei Einschränkungen bezüglich der Religionsausübung hat. Die Hauptstadt Orumiyeh ist zudem Sitz der chaldäischen Kirche, einem Zweig der ostkatholischen Kirche. Unter den Kurden bekannten sich damals sehr viele zum Yezidentum, was heute kaum noch der Fall ist.

Sehenswürdigkeiten

Neben dem Orumiyehsee, der auch Urmiasee genannt wird, befindet sich in der Provinz etwa 45 km von der türkisch-iranischen Grenze entfernt die Thaddäus-Kirche. In Orumiyeh selbst befinden sich Zeugnisse der verschiedenen Religionen, wie Kirchen und Moscheen. In der Kleinstadt Takab befindet sich eine sehenswerte Zitadelle aus der Zeit der Sassaniden. In der Kleinstadt Bonab gibt es viele Taubentürme zu bewundern, die denen auf der griechischen Insel Tínos ähneln. Außerdem sind die archäologischen Ausgrabungen von Hasanlu einen Besuch wert. In der iranischen Grenzstadt Bazargan hat man eine grandiosen Ausblick auf den ganzjährig schneebedeckten Ararat.

Koordinaten: 37° 41' 57" N, 45° 17' 41" O

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