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Wespenbienen

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Wespenbienen
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Wespenbiene (Nomada marshamella)
Systematik
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Überfamilie: Bienen und Grabwespen
(Apoidea)
Serie: Bienen (Apiformes)
Familie: Apidae
Gattung: Nomada
Wissenschaftlicher Name
Nomada
Scopoli, 1770

Die Wespenbienen (Nomada) bilden eine Gattung innerhalb der Bienen (Apoidea), die ihren Namen der Ähnlichkeit der Nomada-Arten mit Wespen verdankt. Alle Wespenbienen sind Brutschmarotzer und werden daher zu den Kuckucksbienen gezählt. Sie legen ihre Eier in die Brutzellen anderer Bienenarten. Ihre Larven fressen das Ei der Wirtsbiene oder töten deren Larve und ernähren sich dann vom angesammelten Vorrat an Pollen und Nektar.

Körperbau

Aufgrund ihrer schwarz-gelben, schwarz-roten oder schwarz-rot-gelben Bänderung und der bei den meisten Arten vorhandenen Wespentaille werden die Wespenbienen meist für Wespen gehalten. Die Wespenbienen sind nur wenig behaart. Die Farbe der Behaarung ist eines der Unterscheidungsmerkmale für die teilweise nur schwer unterscheidbaren Arten. Weitere Merkmale zur Unterscheidung sind Form und Färbung der Bänderung. Da die unterschiedlichen Arten sich sehr ähnlich sind, ist eine sichere Bestimmung oft nur über die Wirtsart möglich.

Verbreitung

Die Wespenbienen sind Kosmopoliten und kommen daher bis auf in Australien weltweit häufig vor. Dort sind sie nur schwach vertreten. In Deutschland kommen rund 60 Wespenbienenarten vor.

Lebensweise

Die erwachsenen Tiere (Imagines) ernähren sich von Blütennektar und Pollen. Für ihren Nachwuchs tragen die Wespenbienen jedoch keine Vorräte zusammen, sondern parasitieren bei anderen Bienenarten. Hierzu legen die Wespenbienen ihre Eier in die fertigen Brutzellen anderer Solitärbienenarten, vorzugsweise in die von Sandbienenarten (Andrena). Die Larve der Wespenbiene frisst das Wirtsei oder tötet die Larve der Wirtsbiene. Dann ernährt sie sich vom Vorrat an Pollen und Nektar, der von der Wirtsbiene für den eigenen Nachwuchs zusammengetragen worden ist.

Die meisten Wespenbienenarten sind wirtsspezifisch. Das heißt sie parasitieren meist nur eine Wirtsart. Damit ist das Vorkommen der jeweiligen Wespenbienenart von dem Vorkommen ihrer Wirtsart abhängig. Kommt es zum Aussterben der Wirtsart in einem Gebiet, so verschwindet dort auch deren Kuckuck. Das Verschwinden der Wirtsart ist nicht zwangsläufig vom Menschen verursacht, sondern kann auch natürlich vorkommen. So vermehren sich die Wespenbienen in großen Kolonien ihrer Wirtsart sehr stark, so dass die Population der Wirtsart schrittweise zusammenbricht. Damit geht aber auch die Population der jeweiligen Wespenbiene zurück bis hin zum Erlöschen der Population. In das verwaiste Habitat wandern wieder neue Wirtstiere ein. Zeitlich versetzt folgt dann deren Kuckuck.

Neben Sandbienen werden auch Furchenbienen (Lasioglossum), Langhornbienen (Eucera), Sägehornbienen (Melitta) und Zottelbienen (Panurgus) von einigen Wespenbienenarten parasitiert.

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