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Wertach (Fluss)
Aus Kefk.
| Wertach | |
|---|---|
|
Die Wertach in Augsburg | |
| Daten | |
| Lage | Deutschland |
| Länge | 151 km |
| Quelle | Allgäuer Alpen |
| Quellhöhe | 1.000 m |
| Mündung | Lech |
| Mündungshöhe | 460 m ü. NN |
| Höhenunterschied | 540 m |
| Einzugsgebiet | 1.290 km² |
| Abflussmenge | 32 m³/s |
| Großstädte | Augsburg |
| Mittelstädte | Marktoberdorf, Kaufbeuren |
| Kleinstädte | Schwabmünchen, Bobingen |
| Rechte Nebenflüsse | Lobach, Geltnach, Gennach, Singold |
| Linke Nebenflüsse | Wertacher Starzlach, Waldbach, Kirnach |
Die Wertach ist ein 150,9 km langer Zufluss des Lechs im Regierungsbezirk Schwaben in Bayern (Deutschland). Der Zusammenfluss zweier Gebirgsbäche aus dem die Wertach entsteht befindet sich 1.078 m ü. NN, ihre Mündung auf 461 m ü. NN. Das Einzugsgebiet beträgt 1290 km².
Inhaltsverzeichnis |
Etymologie
Ihr Name kommt vermutlich aus dem Keltischen und bedeutet die sich schnell vorwärts bewegende. Die Römer nannten sie Vinda.
Geografie
Sie entsteht im südöstlichen Oberallgäu nahe der Grenze zu Österreich, durch den Zusammenfluss des Kaltenbrunnenbach und des Eggbach auf halber Strecke zwischen Oberjoch und Unterjoch, beides Gemeindegebiet Bad Hindelang. Nahe der Marktgemeinde Wertach wird die Wertach erstmals durch den Staudamm des Grüntensee aufgestaut Auf ihrem weiteren Weg durchfließt sie das landschaftlich unberührte Wertachtal. Ab Marktoberdorf ist es mit der „Wildflussromantik“ vorbei, da die Wertach hier und in ihrem weiteren Verlauf bereits Ende des 19. Jahrhunderts begradigt wurde. Durch die Zuflüsse von Lobach, Kirnach und Geltnach verdoppelt sich das bisherige Einzugsgebiet. Bis Schwabmünchen bremsen 6 Stauseen den weiteren Lauf. Auf den letzten Kilometern Richtung Lech passiert die Wertach Bobingen und schließlich den letzten Stausee in Inningen. Ein letzter Zufluss ist die Singold, bevor sie in Augsburg in den Lech mündet.
Hochwasser
Nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes Bayern, führt die Wertach am Pegel Türkheim bei Flusskilometer 47 im jährlichen Durchschnitt 17 m³/s. Bei einer Subtraktion der Lechabflüsse an den Pegeln "Augsburg u. d. Wertachmündung" und "Haunstetten" ergeben sich 32 m³/s, dies sagt eine durchschnittliche Abflussmenge der Wertach aus.
Das letzte große Hochwasser an Pfingsten 1999, bei dem die Wertach am Pegel Augsburg-Oberhausen 423 m³/s führte, verursachte in Augsburg Schäden im dreistelligen Millionen-DM-Bereich. Um künftige Hochwasser besser kontrollieren zu können, wurde 1999 das Projekt Wertach-Vital ins Leben gerufen.
Zuflüsse
- mehrere Alpenbäche
- Wertacher Starzlach
- Waldbach
- Lobach
- Kirnach
- Geltnach
- Gennach
- Senkelbach (mit Wasser der Singold)
Ortschaften und Städte
- Unterjoch
- Wertach
- Oy-Mittelberg
- Nesselwang
- Marktoberdorf
- Biessenhofen
- Kaufbeuren
- Türkheim
- Schwabmünchen
- Großaitingen
- Bobingen
- Augsburg
Literatur
- Peter Nowotny: An den Ufern der Wertach. J. Eberl KG, Immenstadt 2001, ISBN 3-920269-16-0
Trivia
Ehemalige Wasserarme der Wertach wurden früher "Rössen" genannt. „Au“ (auch „Flussaue“) bezeichnet eine vom wechselnden Hoch- und Niedrigwasser geprägte Niederung entlang eines Baches oder Flusses. Daraus entstand der Flurname "Rosenau" in Augsburg, namensgebend für das Rosenaustadion und das Rosenauviertel.
Weblinks
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