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Werner von Falkenstein
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Werner III. von Falkenstein († 4. Oktober 1418 auf Burg Peterseck - Deuernburg (Wellmich/Sankt Goarshausen)) war von 1388 bis 1418 unter dem Namen Werner von Falkenstein Erzbischof von Trier.
Werner III. von Falkenstein war Großneffe seines Vorgängers Kuno II. von Falkenstein (1362-1388). Er amtierte als Trierer Archidiakon, Propst von St. Florin zu Koblenz und St. Paulin zu Trier.
Nach der Resignation Kunos am 6. Januar 1388 wurde er zum Koadjutor und am 3. April vom Papst Urban VI. zum Erzbischof providiert. Um den 21. September 1388 wurde er zum Bischof geweiht.
Die Ansprüche der Falkensteiner auf die von Kuno angesammelten Gelder in Trier wies er erfolgreich ab und finanzierte damit seine zahlreichen Fehden, die er unter anderem mit den Herren von Schleiden, von Waldeck, von Ehrenberg, mit den Grafen von Hessen-Rheinfels und mit den Städten Oberwesel und St. Goar führte. Aufgrund der Fehden wurde das Land stark verwüstet, der Staat ging bankrott und Werner erfuhr eine starke Opposition im Trierer Domkapitel. Dieses bat 1399 Papst Bonifaz IX., dem erkrankten Erzbischof einen Koadjutor an die Seite zu stellen, was aber nicht erfolgte. 1402 ließ Werner von Falkenstein in der Pellenz die nach ihm benannte Burg Wernerseck als Grenzfestung gegen den Erzbischof von Köln errichten.
An den Konzilien von Pisa (1409) und Konstanz hatte Erzbischof Werner keinen entscheidenden Anteil, er überließ die Last der Aufgaben seinem späteren Nachfolger als Erzbischof, dem Dompropst Otto von Ziegenhain. Während eines Angriffs auf St. Goar starb er und wurde im Chor der Kirche St. Kastor zu Koblenz bestattet.
Literatur
- Erich Düsterwald: Kleine Geschichte der Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier. St. Augustin 1980, 95-98
- Gesta Trevirorum. Hg. v. Johann Hugo Wyttenbach und Michael Franz Joseph Müller. Band II, Trier 1838, 289-311
- Johann Leonardy: Geschichte des Trierer Landes und Volkes. Trier 21877, 548-553
- Anette Löffler: Die Herren und Grafen von Falkenstein (Taunus): Studien zur Territorial- und Besitzgeschichte, zur reichspolitischen Stellung und zur Genealogie eines führenden Ministerialengeschlechts; 1255 - 1418. 2 Bde. Darmstadt: Hessische Historische Kommission; Marburg: Historische Kommission für Hessen 1994 ISBN 3-88443-188-9
- Ferdinand Pauly: Aus der Geschichte des Bistums Trier. Bd. II: Die Bischöfe bis zum Ende des Mittelalters, Trier 1969, 119-121
- Edgar Ruthe: Werner III. von Falkenstein, Kurfürst und Erzbischof zu Trier (1388-1418) und das Reich (bis zu Ruprechts Tode). Halle 1911
- Emil Zenz (Hrsg.): Die Taten der Trierer. Gesta Treverorum. Bd. VI, Trier 1962, 14-18
Weblinks
- Eintrag (mit Literaturangaben) im Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon (BBKL)
- Gottfried Kentenich: Werner von Falkenstein. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Bd. 55, S. 47–48.
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| Vorgänger | Erzbischof von Trier 1388-1418 | Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Falkenstein, Werner von |
| ALTERNATIVNAMEN | Werner von Trier |
| KURZBESCHREIBUNG | Erzbischof von Trier |
| STERBEDATUM | 4. Oktober 1418 |
| STERBEORT | Burg Peterseck-Deuernburg (Wellmich/Sankt Goarshausen) |
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