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Werner Michael Blumenthal

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Werner Michael Blumenthal (* 3. Januar 1926 in Oranienburg bei Berlin) ist ein Wirtschaftswissenschaftler, war u.a. ein US-Finanzminister und ist seit 1997 Direktor des Jüdischen Museums Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Blumenthal ist der Sohn des jüdischen Kaufmanns Ewald Blumenthal. Seine Familie flüchtete mit ihm 1939 aus Deutschland nach Shanghai und emigrierte dann 1947 in die USA. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und unterrichtete danach selbst als Professor an der Princeton University. In den 1960er Jahren wurde er ein wirtschaftspolitischer Berater der US-Präsidenten Kennedy und Johnson. 1967 wechselte er in den Vorstand des Technologieunternehmens Bendix Corporation. Im Jahre 1973 gehörte Blumenthal zu den Gründungsmitgliedern der Trilateralen Kommission. Von 1977 bis 1979 amtierte er als Finanzminister im Kabinett von US-Präsident Jimmy Carter. 1986 fusionierte er die Computerfirmen Sperry und Burroughs zu Unisys. Danach wurde er der Partner einer Investmentbank und begann mit der Niederschrift seiner Biographie. 1997 wurde er als Gründungsdirektor des Jüdischen Museums in Berlin berufen. Trotz großer Schwierigkeiten gelang es ihm, das Museum zum größten jüdischen Museum Europas auszubauen.

Literatur

  • „Die unsichtbare Mauer. Die dreihundertjährige Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie“, München: DTV 2004, 4. Auflage, 520 S., ISBN 3-423-30788-9
  • Vorwort von Michael Blumenthal in: „Das jüdische Museum in Berlin. Architekt Daniel Libeskind“, von Daniel Libeskind; Fotos von Hélène Binet, Berlin: Philo & Philo Fine Arts 2000, 120 S., ca. 100 Abb. ISBN 3-86572-498-1

Auszeichnungen

  • 1999 Bundesverdienstkreuz und Leo-Baeck-Medaille
  • 2000 Ehrenbürger von Oranienburg
  • 2002 Goethe-Medaille

Film

  •  »Zeugen des Jahrhunderts«, Interview, Produktion: ZDF, Erstausstrahlung: 28. Oktober 2004
  • Geglücktes Exil. W. Michael Blumenthal Dokumentation von Jochen Kölsch, Deutschland, 2001, 75 Min.

Weblinks


Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Werner_Michael_Blumenthal, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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