Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Werner Frotscher

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt den deutschen Rechtswisenschaftler Werner Frotscher. Für den gleichnamigen deutschen Generalmajor siehe Werner Frotscher (1894-1959).

Werner Frotscher (* 20. September 1937 in Kiel) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Verfassungsrechtler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Frotscher studierte von 1957 bis 1961 Rechtswissenschaften an den Universitäten Kiel und Freiburg und schloss 1962 mit dem ersten Staatsexamen ab. 1964 wurde er an der Universität Kiel bei Christian-Friedrich Menger mit seiner Arbeit "Die Abgrenzung der Zuständigkeit der Großen Senate der oberen Bundesgerichte von der Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts nach Art. 100 Abs. 1 Satz 1 GG, insbesondere bei verfassungskonformer Auslegung" zum Dr. iur. promoviert. Nach Ablegen des zweiten Staatsexamens 1967 und einer Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Öffentliches Recht von Georg-Christoph von Unruh an der Universität Kiel von 1968 bis 1974 erfolgte dort im Februar 1974 seine Habilitation mit der Schrift "Regierung als Rechtsbegriff" und einer Probevorlesung über das Thema "Die Ausgestaltung kommunaler Nutzungsverhältnisse bei Anschluss- und Benutzungszwang"; ihm wurde die Venia legendi für Öffentliches Recht verliehen.

Nach Lehrstuhlvertretungen erhielt Frotscher 1976 einen Rufals ordentlicher Universitätsprofessor an die Universität Hohenheim, zudem geschäftsführender Direktor des Institus für Rechtswissenschaft der Universität Hohenheim von 1979 bis 1983. Von 1983 bis zu seiner Emeritierung im September 2005 war er dann Ordinarius für Öffentliches Recht an der Philipps-Universität Marburg. Von 1997 bis 1999 war er Dekan und Prodekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Philipps-Universität Marburg. Zudem war er Gastprofessor an der University of Kent in Canterbury (1989), an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (1991-1992) und der der Universität Poitiers (1995).

Daneben war er von 1987 bis 1994 Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof.

Werner Frotscher engagierte sich in der Historischen Kommission für Hessen und dem Rechtsausschuß der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck.

Zu Frotschers Schülern zählt Uwe Volkmann, Uni Mainz.

Wirken

Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte waren Staatsrechtliche Grundfragen, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte, Öffentliches Wirtschaftsrecht sowie Kommunalrecht.

Frotscher hat zahlreiche Veröffentlichungen publiziert. Studenten ist er vor allem durch sein Fallbuch zum Wirtschaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsrecht sowie die gemeinsam mit Bodo Pieroth erstellte Verfassungsgeschichte bekannt.

Werk (Auswahl)

  • Wirtschaftsverfassungs- und Wirtschaftsverwaltungsrecht. Eine systematische Einführung anhand von Grundfällen, 3. Aufl., München 1999. ISBN 3-406-44374-5
  • (zusammen mit Bodo Pieroth): Verfassungsgeschichte, 6. Aufl., München 2007. ISBN 978-3-406-55828-3

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Werner_Frotscher, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge