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Werner Eberlein

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Werner Eberlein (* 9. November 1919 in Berlin; † 11. Oktober 2002) war deutscher Kommunist und ehemaliges Politbüro-Mitglied der SED.

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Grab von Werner Eberlein auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin

Er wurde am 9. November 1919 in Berlin geboren. Sein Vater Hugo Eberlein (geboren 1887, Mitbegründer der KPD - Jahreswechsel 1918/1919) war nach Haft in Frankreich seit Herbst 1936 in Moskau im Exil, fiel hier den Stalinschen Säuberungen zum Opfer, ähnlich wie etwa 60.000 andere deutsche Emigranten: Er wurde am 16. Oktober 1941 erschossen.

Werner Eberlein musste 1934 zu seiner Stiefmutter in die UdSSR emigrieren. Auch er verbrachte acht Jahre in Sibirien - als "Wolodja" - in der Verbannung und kehrte erst 1948 nach Deutschland zurück. Er wurde Russisch-Chefdolmetscher unter Walter Ulbricht und so durch zahlreiche Fernsehauftritte allgemein bekannt ("Chruschtschows Stimme"), da er die emotionale Sprechweise des Sowjetführers auch ins Deutsche übertrug. "Der Lange" war durch seinen hohen Wuchs auch nicht zu übersehen, bekannt war auch sein sprühender Humor.

Seit 1960 war Eberlein Mitarbeiter im ZK der SED, davon von 1964 bis 1983 stellvertretender Abteilungsleiter der ZK-Abteilung Kader. 1983 (bis 1989) wurde er, schon fast im Rentenalter, noch überraschend 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung Magdeburg. Von 1985 bis 1989 war er sogar Mitglied im Politbüro der SED, dem höchsten tatsächlichen Führungsgremium in der DDR, was wohl mit seiner Freundschaft zu Generalsekretär Erich Honecker und der Tatsache zu tun hatte, dass der Bezirk Magdeburg wegen seiner langen Westgrenze zur Bundesrepublik politisch besonders wichtig war. Kurzzeitig war er Ende 1989 Vorsitzender der Zentralen Parteikontrollkommission der SED-PDS. Zuletzt gehörte er dem Ältestenrat der PDS an.

Eberlein verstarb am 11. Oktober 2002 im Alter von 82 Jahren an einem Herzinfarkt. Sein Grab befindet sich auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde.

Literatur

  • Werner Eberlein: Geboren am 9. November. Erinnerungen, Berlin (Das Neue Berlin) 2000
  • Werner Eberlein: Disput mit Lesern", Berlin (SPOTLESS), ISBN 3-933544-58-0
  • Christian Jung: Geschichte der Verlierer. Historische Selbstreflexion von hochrangigen Mitgliedern der SED nach 1989, Heidelberger Abhandlungen zur Mittleren und Neueren Geschichte, Band 16, Universitätsverlag Winter Heidelberg, Heidelberg 2007. ISBN 978-3-8253-5308-7

Weblinks

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