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Werner Büttner

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Werner Büttner (* 1954 in Jena, DDR) ist ein deutscher Maler.

1960 siedeln Büttner und seine Eltern nach Westdeutschland über. Büttner studiert ab 1974 Jura.

Er ist Mitbegründer mehrerer humorvoll titulierter Organisationen, wie des „Dum-Dum-Liga-Journal“, Einrichtung einer Samenbank für DDR-Flüchtlinge. 1976 gründet er mit Albert Oehlen die „Liga zur Bekämpfung des widersprüchlichen Verhaltens“. In den 80ern wird er zusammen mit Albert Oehlen und Martin Kippenberger zu den sog. "Neuen" oder "Jungen Wilden" in der Malerei gerechnet, die sich von der Konzeptkunst abwenden, und eine "Rückkehr der Malerei" propagieren.

1978 malt er mit Albert Oehlen ein Wandbild für die Buchhandlung „Welt“ in Hamburg. Als Reaktion erfolgt eine Anzeige wegen Veröffentlichung pornographischer Darstellungen. Daraufhin kommt es zur Gründung der "Liga zur Bekämpfung des widersprüchlichen Verhaltens". 1979 nahm Büttner an der Gruppenausstellung "Elend" teil, veranstaltet von Martin Kippenberger in Berlin. 1981 hat er seine erste Einzelausstellung in der Stuttgarter Galerie Max Hetzler.

Seine Malerei ist damals neoexpressionistisch bis neodadaistisch, mit teils humorvollen und sarkastischen Anspielungen auf den Alltag in Titeln und Sujets.

In Medien wie der Zeitschrift Twen, die im Mai 1982 die "Neuen Wilden" vorstellt und interviewt, macht Büttner wie andere Junge Wilde auch mit Gesellschaftskritik, ironisch-provokanten Aussagen, rebellischen Posen und verbalen Tabu-Brüchen auf sich aufmerksam: "Ich will auch nur eine warmes Plätzchen, von wo aus ich Menschen für eine gute Sache abknallen kann." oder "Die Beseitigung falscher Gedanken ist ebenso ein Akt des künstlerischen Rausches wie die Beseitigung von Müll in Museum und Wohnung", "Das Auge aufs Große und die Großen aufs Auge", so Büttner 1982. Ein Manifest von ihm zusammen mit Oehlen und Georg Herold ist mit "Facharbeiterficken" tituliert. Büttner schrieb für die Musikzeitschrift Sounds.

In den späten 80er und den 90er Jahren werden seine Arbeiten wie die der anderen Neuen Wilden auch am Kunstmarkt hoch gehandelt.

1984 ist Werner Büttner einer der 64 Künstler, bei der Kunstaausstellung Von hier aus − Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf.

Seit 1988 ist Werner Büttner Dozent und seit 1990 Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, unterrichtet dort Malerei, und engagiert sich auch intern in der Hochschulpolitik. Zusammen mit dem Lions Club und dem Ausschuss für Kulturförderung der Handelskammer Hamburg wählt er als Kurator jährlich junge Künstler für die Verkaufsveranstaltung "Kunst in der Börse" in Hamburg aus. Er selbst beschäftigt sich heute künstlerisch vorrangig mit neodadaistischen Collagen, die u.a. in den Deichtorhallen Hamburg ausgestellt wurden.

Öffentliche Sammlungen (Auswahl)

Weblinks

Wikipedia
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