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Werdohl
Aus Kefk.
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | ||
| Kreis: | Märkischer Kreis | ||
| Koordinaten: | Koordinaten: 51° 16′ N, 7° 46′ O51° 16′ N, 7° 46′ O | ||
| Höhe: | 162 – 448 m ü. NN | ||
| Fläche: | 33,35 km² | ||
| Einwohner: | 19.994 (29. Juni 2006) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 600 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 58791 | ||
| Vorwahl: | 02392 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | MK | ||
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 62 060 | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Goethestraße 51 58791 Werdohl | ||
| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Jörg Bora (parteilos) | ||
Werdohl ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Sie liegt im Osten des Märkischen Sauerlands und gehört zum Märkischen Kreis.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Das Stadtgebiet liegt im Tal der Lenne. Der höchste Punkt der Stadt liegt auf 448 M über NN, der tiefste an der Lenne bei 162 m.
Nachbargemeinden
Werdohl grenzt an Altena, Neuenrade, Plettenberg, Herscheid und Lüdenscheid.
Geschichte
Die erste schriftliche Erwähnung Werdohls datiert auf das Jahr 1101. Der Paderborner Bischof Heinrich II. erwähnt die Kirche zu Werdohl, die von Graf Erpo von Padberg dem Kloster Boke/Flechtdorf geschenkt wurde. Im Jahr 1220 übernahm das Priorat Berentrop das Patronat über die Kirche, 1300 wurde das Priorat von Graf Eberhard I. von der Mark gekauft.
Im Jahr 1556 wurde die erste steinerne Brücke über die Lenne gebaut. Im Jahr 1822 zerstörte ein Großbrand fast 70% aller Häuser.
Werdohl wurde lange aus dem Amt Neuenrade verwaltet, als es jedoch zum Ende des 19. Jahrhundert eine höhere Einwohnerzahl als alle anderen Gemeinden des Amtes zusammen hatte, bildete Werdohl einen eigenen Amtsbezirk, nachdem es damit gescheitert war, den Amtssitz von Neuenrade nach Werdohl zu verlegen.
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts sorgte die Anbindung an die Eisenbahn für einen industriellen Aufschwung und eine deutliche Zunahme der Bevölkerung. Dies führte dazu, dass der Ort am 19. April 1936 vom Amt Neuenrade unabhängig wurde und Stadtrecht erhielt.
Einwohnerentwicklung
(jeweils zum 31. Dezember)
- 1998 – 22.050
- 1999 – 21.791
- 2000 – 21.479
- 2001 – 21.265
- 2002 – 20.980
- 2003 – 20.661
- 2004 – 20.434
Von diesen gehören 36 % der evangelischen, 22 % der katholischen Konfession, 39 % dem Islam und 2 % einer anderen Glaubensgemeinschaft oder keiner Religion an.
Politik
Gemeinderat
Bürgermeister
- seit 2004: Jörg Bora
Seine Vorgänger waren:
- Manfred Wolf
- Ulrich Hopmann
- Hans Pfeifer
- August Solmecke
Wappen
Das Wappen zeigt zur linken eine rote Rose auf silbernem Grund, ein Symbol aus dem Kirchensiegel Werdohls. Zur rechten sind drei silberne Kettenglieder auf schwarzem Grund, das Symbol der Familie von Neuhoff. Im unteren Bereich befindet sich das Wappen der Grafschaft Mark, der rot-silberne Schachbrettbalken auf goldenem Grund. Das Wappen wurde 1929 von Otto Hupp entworfen und von der Gemeindeversammlung am 29. August 1929 beschlossen. Erst später fiel auf, dass das Wappen von höherer Stelle genehmigt werden muss. Die Genehmigung wurde dann am 16. Januar 1935 erteilt.
Städtepartnerschaften
Seit dem 6. April 1975 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Werdohl und dem englischen Distrikt Derwentside. Seit dem 10. August 1990 besteht eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Stavenhagen in Mecklenburg-Vorpommern.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Werdohl verfügt über ein Stadtmuseum, das sich vor allem der lokalen Geschichte widmet. Insbesondere widmet es sich der Eisen- und Drahtverarbeitung sowie der Alltagskultur.
Bauwerke
Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt das neubarocke Rathaus, das 1912 als Ledigenheim eines Industriebetriebes erbaut worden ist. Hinzu kommen das nach dem Stadtbrand von 1822 erbaute klassizistische Bürgerhaus („Busenhof“), sowie die 1901 eingeweihte katholische Kirche St. Michael und die evangelische Christuskirche (1868).
Regelmäßige Veranstaltungen
Am ersten Juniwochenende findet das vor allem von den örtlichen Vereinen getragene Werdohler Stadtfest statt. Zwischen Juni und September findet alljährlich der „Werdohler Kultursommer“ mit Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Kabarett und Theater für Kinder statt. Am ersten Juli-Wochenende findet jährlich von Freitag bis Montag das Schützenfest des Werdohler Schützenvereins statt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Werdohl überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Dies änderte sich mit dem Bau der Ruhr-Sieg-Eisenbahn. Diese wurde Auslöser der industriellen Entwicklung des Ortes. In der Gegenwart ist Werdohl stark industriell-gewerblich geprägt. Wichtig ist vor allem die stahlverarbeitende Industrie sowie die Eisen- und Metallverarbeitung. Im Jahr 2002 waren in Werdohl 7110 Beschäftigte gemeldet, davon arbeiteten über 4000 im verarbeitenden Gewerbe. Im Dienstleistungsbereich waren es 799 und 674 waren im Handel tätig.
- ThyssenKrupp VDM GmbH, größter Arbeitgeber der Stadt, Edelstähle
- KRACHT GmbH, Hydraulische Komponenten (Pumpen, Motoren, Zylinder, Ventile, Systeme)
- Vossloh AG, Verkehrstechnologie-Konzern mit Schwerpunkt Eisenbahn
- ThyssenKrupp Bilstein Suspension GmbH,(vormals Brüninghaus) Herstellung von Schraubenfedern für die Automobilindustrie
- A. Menshen GmbH & Co. KG, Entsorgungsfachbetrieb gemäß § 52 KrW-/AbfG
- AFT Atlas Fahrzeugtechnik GmbH, Messtechnik und Softwareentwicklung im Automobilbereich
- Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG (STAUFF), Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Hydraulik- und Rohrleitungskomponenten
- ATS Stahlschmidt & Maiworm GmbH, Herstellung und Vertrieb von Leichtmetallrädern für die Automobilindustrie
- Kraftwerk Werdohl-Elverlingsen der Mark-E
- Rötelmann GmbH, Absperr- und Steuertechnik, Herstellung von Kugelhähnen.
- E.P.E. Budde GmbH, Hydraulik & Maschinenbau, seit 1963 bekannt unter OHB (Oel Hydraulik Budde)
Verkehr
Im Stadtgebiet kreuzen sich die Bundesstraßen 229 und 236. In der Nähe verläuft die A 45. Werdohl liegt außerdem an der Ruhr-Sieg-Strecke von Hagen nach Siegen. Es verkehren Regionalbahnen und Regionalexpress-Züge im Stundentakt.
Öffentliche Einrichtungen
- Polizeiwache der Polizeiinspektion 4 (Lüdenscheid)
- Freiwillige Feuerwehr (3 Löschzüge (Stadtmitte, Kleinhammer, Eveking) + 1 Löschgruppe (Brüninghaus))
- Stadtbücherei
- Krankenhaus (Stadtklinik Werdohl)
- 5 Grundschulen, 1 Hauptschule, 1 Gesamtschule, 1 Realschule, 1 Pestalozzischule
- 6 Kindergärten/ Kindertagesstätten
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- Arnold Menshen, Unternehmer (seit 28. Mai 2004)
- Fritz Thomée, (* 1862, † 1944), Landrat des Kreises Altena
Literatur
- Peter Kracht: Sauerland, Siegerland und Wittgensteiner Land. Münster 2005, S.226–228.
Weblinks
Altena | Balve | Halver | Hemer | Herscheid | Iserlohn | Kierspe | Lüdenscheid | Meinerzhagen | Menden (Sauerland) | Nachrodt-Wiblingwerde | Neuenrade | Plettenberg | Schalksmühle | Werdohl
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