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Werbespot-Produktionskosten
Aus Kefk.
Werbespot-Produktionskosten setzen sich aus 3 verschiedenen Faktoren zusammen:
- Entwicklungskosten (Konzept und Planung)
- Produktionskosten
- Sendekosten / Schaltkosten
Inhaltsverzeichnis |
Entwicklungskosten
Profis in einer Werbeagentur entwickeln ein kunden- und zielgruppengerechtes Kommunikationskonzept für eine Werbekampagne, in deren Rahmen auch ein Werbespot konzipiert wird. Je nach beauftragter Agentur fallen hier bereits hohe Kosten für die kreative Leistung an.
Produktionskosten
Vor der Ausstrahlung eines Werbespots steht die Herstellung. Die Kosten dafür sind abhängig von Konzeption, Aufwand, Länge und Qualität des Spots. Sie werden vom Produzenten kalkuliert, der die Herstellung des Spots auf eigenes unternehmerisches Risiko für eine Gesamtsumme anbietet. Werbespots mit geringem Aufwand werden von kleineren Produktionsfirmen schon ab 10.000 Euro hergestellt. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt. Erhöhter technischer Aufwand, ferne Drehorte, lange Drehzeiten, eine vielköpfige hochprofessionelle Dreh-Crew und prominente Darsteller sowie aufwändige Musikproduktionen lassen die Preise schnell in die Höhe steigen, so dass Etats in Millionenhöhe für die Produktion von Werbefilmen keine Seltenheit sind. Deutsche Produzenten nutzen üblicherweise ein vom Gesamtverband der Kommunikationsagenturen (GWA) entwickeltes Kalkulationsschema, um Angebote transparent zu gestalten.
Sendekosten
Nachdem ein Spot produziert worden ist, soll er ausgestrahlt werden. Die Kosten dafür sind abhängig vom Fernsehsender, Programmkontext, Sendezeit und Länge des Werbespots. Die Einschaltquoten bilden die Berechnungsgrundlage der Sender. Die zugehörige Einheit lautet TKP (Tausend-Kontakt-Preis). Das ist der Preis, den der Werbetreibende für die (rein rechnerische) Erreichung von 1000 Zuschauern mit einem 30-Sekunden-Spot bezahlen muss. Je mehr Menschen zusehen, desto mehr TKPs müssen gezahlt werden und desto teurer wird die Werbung. In der "Prime-Time" etwa müssen bis zu 60.000 Euro für die Ausstrahlung eines 30-Sekunden-Werbespots an den Fernsehsender gezahlt werden.
Beim privaten Fernsehsender RTL kostet ein 30-Sekunden-Fernsehspot durchschnittlich 10.000 Euro. Ebenfalls durchschnittlich schauen 1,42 Millionen Zuschauer, die RTL empfangen können, das Werbefernsehen an. Daraus errechnet sich ein Tausendkontaktpreis (TKP) bei RTL von 7,02 Euro. Dies bedeutet, dass es 7,02 Euro kostet, bei RTL mit einem 30-Sekunden-Werbespot 1000 Zuschauer zu erreichen.
Heutzutage - insbesondere wegen der hohen Streuung bedingt durch viele TV-Sender, in denen gesendet werden muss, um möglichst viele potentielle Kunden zu erreichen - möchten Werbetreibende ein Höchstmaß an Budget in die reine Schaltung fließen lassen, und entziehen sowohl der Kreation als auch der Produktion das Geld. Darunter leidet u.U. die Qualität.
