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Wendisch Evern

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Gemeinde Wendisch Evern.jpg
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüneburg
Samtgemeinde: Ostheide
Koordinaten: Koordinaten: 53° 13′ N, 10° 28′ O53° 13′ N, 10° 28′ O
Höhe: 59 m ü. NN
Fläche: 14,9 km²
Einwohner: 1672 (30. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21403
Vorwahl: 04131
Kfz-Kennzeichen: LG
Gemeindeschlüssel: 03 3 55 040
Gemeindegliederung: Gut Willerding, Hausstelle, Waldsiedlung, Hundeberg und Fünfstücken, Heisterberg
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Birkenweg 2
21403 Wendisch Evern
Bürgermeister: Rudi Kiener (SPD)

Wendisch Evern ist ein Gemeinde in der Samtgemeinde Ostheide. Sie liegt rund 3 Kilometer südöstlich von Lüneburg am östlichen Rand der Lüneburger Heide. An Wendisch Evern führt der Elbe-Seitenkanal vorbei.

Geschichte

Das genaue Gründungsdatum des Ortes ist unbekannt. Vermutlich wurde er von Sachsen gegründet, die im 6. Jahrhundert aus dem Dithmarscher Raum in die bis dahin fast menschenleere Gegend einwanderten. Möglicherweise wurden aber auch an der Ilmenau siedelnde Menschen von den sächsischen Neuankömmlingen nach Osten auf das unfruchtbarere und schlechter erreichbare Gebiet abgedrängt. Der alte Name wurde in die neue Siedlung mitgenommen.

Der Namensteil Evern, mittelhochdeutsch Everinge, wird oft als Hinweis auf den Wohnort eines Ibur (= "Eber") gedeutet. Das Dorf gehört zu einer großen Zahl von Ortspaaren, in denen einer der Orte den Zusatz "Wendisch" oder "Windisch" (Wendisch/Windisch-Orte) führt. Aus diesem Zusatz lässt sich nicht schließen, dass die Orte "wendisch" gewesen sind. Der Zusatz ist oftmals nicht mehr als eine Richtungsangabe; vergleichbar mit "östlich" - wobei östlich aber auch nicht immer richtig ist.

Auf dem Timeloberg am Ortsrand von Wendisch Evern unterzeichnete eine deutsche Delegation unter Leitung von Hans-Georg von Friedeburg am 4. Mai 1945 im Beisein des britischen Feldmarschalls Bernard Montgomery eine Urkunde zur bedingungslosen Kapitulation der drei in Nordwestdeutschland operierenden deutschen Armeen, die am 5. Mai um 7 Uhr in Kraft trat. Mit der Unterzeichnung ging der Zweite Weltkrieg in Nordwestdeutschland zu Ende. Nach dem Krieg wurde auf dem von den Briten Victory Hill genannten Hügel ein Denkmal errichtet, das aber 1958 abgebaut und in der Militärakademie Sandhurst wieder aufgebaut wurde. Die Stelle liegt heute in einem militärischen Sperrgebiet und ist nicht zugänglich. 1995 wurde am Rande des Timelobergs, außerhalb des Sperrgebiets, ein Gedenkstein aufgestellt.

Verkehr

Wendisch Evern besitzt einen Bahnhof an der Wendlandbahn, die von Lüneburg nach Dannenberg (Elbe) führt. Der Elbe-Seitenkanal führt etwa 400 m östlich am Ort vorbei und durchschneidet die Gemarkung.

Weblinks


Wikipedia
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