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Wendemoment
Aus Kefk.
Wendemoment ist im Flugwesen eine Bezeichnung für ein Drehmoment um die Hochachse eines Flugzeuges.
Normalerweise wird ein Wendemoment durch die Betätigung des Seitenruders hervorgerufen.
Meist unerwünscht ist das negative Wendemoment, das durch die Querruder hervorgerufen wird. Durch einen Querruderausschlag "rollt" das Flugzeug, führt also eine Bewegung um die Längsachse aus.
Das Ruder auf der auftriebserhöhenden Seite erzeugt neben dem Auftrieb einen erhöhten Luftwiderstand, der zu einer Bremswirkung auf der auftrieberzeugenden Seite führt. Folglich giert das Flugzeug entgegen der Rollrichtung.
- Beispiel: Ein Querruderausschlag nach rechts führt zu einer Querlage des Flugzeuges nach rechts, weil sich der Auftrieb an der rechten Tragfläche verringert und links verstärkt. Da mit der Auftriebserhöhung auf der linken Seite grundsätzlich auch eine Erhöhung des Luftwiderstand einhergeht, giert das Flugzeug zunächst kurz nach links, bis es im Schiebeflug zu einer Rechtskurve übergeht.
Dem negativen Wendemoment kann durch gleichsinnige Betätigung des Quer-, wie auch des Seitenruders, entgegengewirkt werden.
Ausgenutzt wird das negative Wendemoment beim Slip, bei dem das Flugzeug absichtlich in eine seitliche Fluglage gebracht wird, um durch erhöhten Luftwiderstand einen steileren Anflugwinkel (aufgrund erhöhter Sinkrate) zu ermöglichen. Dieses Verfahren wird heute überwiegend bei älteren Segelflugzeugen angewandt. Moderne Segelflugzeuge haben wirksame Störklappen, die den Auftrieb stärker verringern.
Bei größeren Flugzeugen wird dem negativen Wendemoment automatisch durch Federn oder Störklappen entgegengewirkt. Auch durch differentielle Querruderausschläge wird dem negativen Wendemoment konstruktiv begegnet.
Nicht zu verwechseln ist das negative Wendemoment mit der Ruderumkehrwirkung.
