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Wen-Sinn Yang

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Wen-Sinn Yang (* 1965 in Bern) ist ein Schweizer Cellist taiwanesischer Abstammung.

Wen-Sinn Yang studierte bei Claude Starck (Zürich) und bei Wolfgang Boettcher (Berlin), später in Meisterkursen bei Janos Starker und David Geringas. Mit 24 Jahren wurde Yang 1989 als Erster Solocellist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks engagiert. 2004 wurde er als Professor an die Musikhochschule München berufen.

Seit dem ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf 1991 tritt er in den bedeutenden Konzertsälen Europas und Asiens mit so renommierten Dirigenten wie Lorin Maazel, Sir Colin Davis, Wolfgang Sawallisch, Semyon Bychkov, Juri Termirkanow und Mariss Jansons auf.

Mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks trat Yang mehrfach solistisch auf. So spielte er unter Lorin Maazel den Solopart des "Don Quixote" von Richard Strauss sowie anläßlich des 50-jährigen Jubiläums der "Musica Viva"- Konzerte des Bayerischen Rundfunks das Cellokonzert "Music for Cello and Orchestra" von Lorin Maazel (europäische Erstaufführung). Weitere Aufführungen folgten in den USA (Atlanta, Eröffnungskonzert der "Kulturolympiade"), Italien und Spanien.

Überhaupt nimmt die Musik des 20. Jahrhunderts bei Yang einen gewichtigen Teil seines Repertoires ein. 1997 wurde Yang mit zwei Uraufführungen betraut: in Taipeh mit dem Cellokonzert von Huang-Long Pan und im Rahmen der Münchner "Musica Viva"- Konzerte des Bayerischen Rundfunks mit einem Cellokonzert von Kevin Volans. Mit Aufführungen von zum Beispiel Pierre Boulez' "Messagesquisses", Bohuslav Martinůs zweitem Cellokonzert oder Henri Dutilleuxs Cellokonzert "Tout un monde lointain" stellt sich Yang immer wieder gerne der Herausforderung, zeitgenössische Werke dem Publikum näher zu bringen.

Yangs breites Repertoire ist auf über 20 CD-Einspielungen bei verschiedenen Labels dokumentiert. Darin finden sich Standardwerke wie die Solosuiten von Johann Sebastian Bach und Konzerte von Luigi Boccherini, Joseph Haydn, Robert Schumann, Antonín Dvořák und Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Als Anwalt für wenig bekannte, hoch virtuose Cellomusik nahm Yang die Cellokonzerte von Karl Dawidow und die Capricen für Cello solo von Alfredo Piatti auf. In diesem Jahr findet in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen eine Neuaufnahme der Solosuiten von Johann Sebastian Bach statt, die als DVD erscheinen wird.

Zu den Höhepunkten seiner Konzertsaison 2005 gehören solistische Auftritte mit dem Super World Orchestra in Japan im Rahmen der Weltausstellung in Nagoya, Osaka und Tokyo, sowie Aufführungen des "Don Quixote" von Strauss mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter seinem Chefdirigenten Mariss Jansons in Dortmund, im Concertgebouw Amsterdam und in Birmingham.

Lorin Maazel äußerte sich einst wie folgt über Wen-Sinn Yang: "Technisch auf allerhöchstem Niveau spielt er mit wunderbarem, großem Ton und einwandfreier Intonation. Seine Phrasierungen sind einfühlsam, und er erfasst in außerordentlicher Weise die philosophische Dimension der Werke, die er spielt. Seine Interpretation des Don Quixote von Richard Strauss halte ich für bemerkenswert bezüglich der dem Cello vom Komponisten zugeordneten Rolle."

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