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Welterbe, Nationalparks und Schutzgebiete in Serbien
Aus Kefk.
Serbien ist ein Land, das schon seit Jahrhunderten bemüht ist, das kulturelle und natürliche Reichtum des Landes zu erhalten. Auch während der politischen Probleme der letzten zwei Jahrzehnte wurde das Instandhalten und Renovieren der Natur- und Kulturparks nicht vernachlässigt. Daher gibt es auch eine große Anzahl von, zum Teil auch von der UNESCO, geschützten Bauwerken, Monumenten und Naturgebieten in Serbien. Allein die Fläche der National- und Naturparks mit ihren 732.000 ha (7.320 km²) spricht für sich. Ein Grund dafür besteht auch darin, dass Serbien zu 30% bewaldet und der absolute Großteil davon naturbelassen ist.
Allgemeines
In Serbien treffen alle fünf europäischen der insgesamt 9 Biome aufeindander. Laut der IUCN ist das serbische Territorium zusammen mit den bulgarischen Gebirgen eines der 153 Zentren der natürlichen Artenvielfalt. Im Gebiet Serbiens sind 38,93 Prozent der europäischen Pflanzenarten, 51,16 Prozent der europäischen Fischarten, 74,03 Prozent der europäischen Vogelarten und 67,61 Prozent der europäischen Säugetierarten vertreten. 1.600 der in Serbien bestehenden wilden Pflanzen- und Tierarten werden international als äußerst wichtig angesehen. Zum Teil sind es auch weltweit gefährdete Tierarten, die nun geschützt in Serbiens verschiedensten Schutzgebieten leben.
Einige Zahlen über den Bestand von Pflanzen, Fischen und Kriechtieren:
- 4.182 Pflanzenarten
- 1.400 Algenarten
- 565 Moosarten
- 650 Pilzarten
- 131 Fischarten
- 30 Lurch- und Kriechtierarten
Jedes Schutzgebiet wird einzeln verwaltet und unterliegt der staatlichen Aufsicht des Ministeriums für Naturschutz und räumliche Entwicklung. Derzeit sind 5% des gesamten serbischen Territoriums unter staatlichem Schutz gestellt. Dabei gibt es von vielen Seiten starke Bestrebungen bis zum Jahr 2010 auf über 10% zu kommen.
UNESCO-Welterbe
- 1979 - Kultur - Stadt Stari Ras, Kloster Sopoćani, Petrova crkva (Peterskirche; älteste in ganz Serbien)
- 1986 - Kultur - Kloster Studenica ("Wiege des serbischen Königreiches" im Mittelalter)
- 2004 - Kultur - Kloster Dečani (mit dem Sarkophag des Königs Stefan Uroš III. Dečanski)
- 2006 - Kultur - Kloster Gračanica
UNESCO-Welterbe außerhalb Serbiens
- 1988 - Natur und Kultur - Klosterkomplex Hilandar (in Griechenland)
- 2002 - Kultur - Katharinenkloster (in Ägypten; seit Jahrhunderten von serbischen Mönchen bewohnt)
Nominiert für UNESCO-Weltnaturerbe
- Spezial-Naturreservat Gornje Podunavlje
- Spezial-Naturreservat Obedska bara
- Spezial-Naturreservat Deliblatska Peščara
- Nationalpark Đerdap
- Nationalpark Fruška Gora
- Nationalpark Tara
- Kučajske Planine
- Golija
- Naturpark Stara Planina
- Nationalpark Šara
- Nationalpark Prokletije
Nominiert für UNESCO-Weltkulturerbe
- Die mittelalterlichen Klöster vom Nationalpark Fruška Gora
Nationalparks und Naturparks
- Nationalpark Tara (37.584 ha)
- Nationalpark Fruška Gora (25.000 ha)
- Nationalpark Đerdap (64.000 ha)
- Nationalpark Kopaonik (12.000 ha)
- Nationalpark Šara (39.000 ha)
- Naturpark Stara Planina (142.000 ha)
- Golija (75.000 ha)
- Kučajske planine (115.000 ha)
- Spezial-Naturreservat Gornje Podunavlje (10.000 ha)
- Spezial-Naturreservat Deliblatska Peščara (30.000 ha)
- Spezial-Naturreservat Obedska bara (175.000 ha)
- Spezial-Naturreservat Ludaško Jezero (593 ha)
- Spezial-Naturreservat Stari Begej – Carska Bara (1.767 ha)
- Natur-Monument Đavolja Varoš (64 ha)
- Regionalpark Subotičke šume (4500 ha)
Gesetzlich geschützte Höhlensysteme
Historische Monumente
Auf dem Balkan (von Dalmatien bis Nordgriechenland) sind unter anderen historischen Monumenten hunderte mittelalterlicher serbischer Klöster und Kirchen zu finden. Einige darunter wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
- Nationalpark Fruška Gora mit ihren mittelalterlichen Klöstern
- Nationalpark Đerdap mit ihren archäologischen Funden
- Krušedol
- Hopovo
- Kathedrale Hl. Sava in Belgrad
- Pobednik in Belgrad
- Avala-Aussichtsturm in Belgrad
- Saborna crkva in Belgrad
- Festung Kalemegdan in Belgrad
- Burg in Golubac
- Festung Petrovaradin
- Burg in Smederevo
- Burg Maglić
- Stadt Stari Ras (älteste Stadt Serbiens)
- Stadt Sremski Karlovci
- Kloster Sopoćani
- Petrova crkva (Peterskirche)
- Kloster Studenica
- Kloster Dečani
- Kloster Gračanica
- Kloster Žica
- Kloster Kalenić
- Kloster und Festung Ravanica
- Kloster Ljubostinja
- Kloster Gradac
- Kloster Gornjak
- Kloster Manasija
- Kloster Mileševa
- Kirchenkomplex von Peć
- Kirche Sv. Nikola (Hl. Nikolaus, 13. Jhd.)
- Kirche Đurđevi Stupovi
- Kirche Lazarica
- Kirche Naupara
- Kathedrale Ljeviška in Prizren
- Ćele Kula (Schädelturm)
- Klosterkomplex Hilandar
- Kragujevac - Denkmal an die von den Nazis hingerichteten Kinder und Lehrer
- Gamzigrad (Romuliana)
- Römische Stadt Viminatium
- Sirmium in Sremska Mitrovica
- Naissus das heutige Niš
- Lepenski Vir
- Römische Festung Mediana
Stefan Lazarevic.jpg
Stifterporträt von Stefan Lazarević mit Darstellung des Klosters Manasija 1407-1418 |
Decani Ikonostase.jpg
Innere des Klosters Visoki Decani |
Škoda 37 mm Model 1937 side.jpg
Militärmuseam in der Festung Kalemegdan |
Chele-kula.jpg
Ćele Kula |
Kurorte
- Vrnjačka Banja
- Sokobanja
- Niška Banja
- Bukovićka Banja
- Prolom Banja
- Bujanovačka Banja
- Matarurska Banja
- Divcibare
- Ivanjica
- Junaković
- Kanjiža
- Vrdnik
- Banja Koviljača
- Vrujci
- Zlatar
- Partizanske vode bei Zlatibor
- Apatinska
Lizenzierte und geschützte Saison-Fischerorte
Weblinks
- Vorstellung einiger historischer Klöster (englisch)
- Moderne serbische Architektur aus dem 19. und 20. Jhd (englisch)
Literatur
- Dragoslav Srejović (Hrsg.): Roman imperial towns and palaces in Serbia. Sirmium, Romuliana, Naissus. (= Gallery of the Serbian Acad. of Sciences and Arts / Galerija Srpske Akademije Nauka i Umetnosti. 73), Belgrade 1993
- Miroslava Mircović: Sirmium - its history from the 1. century A.D. to 582 A.D., Beograd 1971
- Wendelin Kellner: Ein römischer Münzfund aus Sirmium (Gallienus - Probus). (= Denkschriften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse. 133 - Veröffentlichungen der Kommission für Numismatik. 7 - Thesaurus nummorum Romanorum et Byzantinorum. 2), Wien 1978
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