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Weltuntergang

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Der Weltuntergang ist der Begriff für ein natürlich oder künstlich herbeigeführtes Ereignis, das die Menschheit, den Planeten Erde oder das Universum vernichtet.

Bild:AS8-13-2329.jpg
Scheinbarer „Weltuntergang“, vom Mond aus gesehen

Weltuntergangsprophezeiungen gab es schon in der Antike, und wurden sowohl von Philosophen als auch von religiösen Gruppen vorhergesagt. Solche Prophezeiungen waren im Mittelalter sehr verbreitet, und die für die Berechnungen verwendete Mathematik förderte die Wissenschaft.

Heutzutage werden Weltuntergangsvorstellungen hauptsächlich mit religiösen Gruppen in Verbindung gebracht, sie werden jedoch auch von Ökonomen und Philosophen diskutiert (Eschatologie).

Im weiteren Sinne sind Weltuntergangsszenarien auch solche, die „nur“ das „Auslöschen“ des größten Teils der Menschheit und ihrer Lebensumgebung, etwa durch Kriege mit Massenvernichtungswaffen, gehäuftes Auftreten von Seuchen in Form von Pandemien, oder globale Umweltzerstörung mit der Folge weltweiter Hungersnöte und Verteilungskriegen beschreiben. Solche Szenarien beruhen auf realen Gefahren, oft jedoch nur auf Verschwörungstheorien. Der letzte vorhergesagte Weltuntergangstermin war am 17. Februar 2006 und wurde vom Bibelcode vorhergesagt.

Wissenschaftler versuchen, die Wahrscheinlichkeiten für ein Ende der Menschheit anhand einer Analyse der bestehenden Risiken zu beziffern. Viele dieser Schätzungen sind aber umstritten, beispiesweise die populärwissenschaftlichen Zahlen von Martin Rees.

Nach einer Überlegung des Astronomen J. Richard Gott und anderen spricht die Wahrscheinlichkeitsrechnung bereits ohne Analyse der Risiken gegen ein langfristiges Überleben der Menschheit auf einem Niveau von mehreren Milliarden Individuen. Diese Überlegung wird auch als Doomsday-Argument bezeichnet. Dazu betrachte man alle Menschen, die jemals gelebt haben werden, und stellt sie in einer Reihe auf und zwar in gleichmäßigem Abstand und in der Reihenfolge ihrer Geburt. An welcher Stelle der Reihe relativ zur Gesamtlänge wir uns befinden ist völlig unbekannt. Nach den Regeln der Statistik ist damit jede Stelle gleich wahrscheinlich. Insbesondere beträgt die Wahrscheinlichkeit, sich beispielsweie im ersten 5%-Intervall zu befinden nur 5%. Man schätzt die Anzahl der Menschen, die vor uns gelebt haben, auf etwa 100 Milliarden. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach uns noch mehr als 1900 Milliarden geboren werden, beträgt damit nur 5%, denn das ist genau dann der Fall, wenn wir uns im ersten 5%-Intervall befinden. Selbst bei der gegenwärtigen Geburtenrate von etwa 250 Millionen pro Jahr entspricht das aber einem Zeitraum von nur wenigen Tausend Jahren. Ein Überleben auf dem derzeitigen Niveau oder darüber für Tausende oder gar Millionen von Jahren ist damit entsprechend unwahrscheinlich.[1]

Eher ungebräuchlich ist die Bezeichnung „Weltuntergang“ in Analogie zum Sonnenuntergang für das (scheinbare) Verschwinden des Planeten Erde aus dem Horizont, wie es von anderen Himmelskörpern aus betrachtet werden kann (siehe Aufgang (Astronomie)). Für einen Beobachter auf dem Mond kann die Erde zwar am Horizont stehen (wenn der Beobachter sich am Rand des von der Erde sichtbaren Mondhalkugel aufhält), jedoch würde die Erde für ihn nicht hinter dem Horizont verschwinden, da der Mond eine gebundene Rotation zur Erde aufweist und somit die Erde vom Mond aus betrachtet stets an der gleichen Stelle am Himmel steht – von kleinen Taumelbewegungen aufgrund der Libration abgesehen.

Siehe auch

Einzelnachweise


Weblinks

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