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Weltenbaum

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Der Weltenbaum wird in der Mythologie als das Symbol der Weltachse dargestellt, um die der Kosmos gruppiert ist. Er erscheint in den Vorstellungen vieler alter Völker, z.B. als Yggdrasil bei den Nordgermanen oder als Yaxche-Baum bei den Maya, der im Zentrum der Welt steht, und die Schichten des Himmels trägt.

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Yggdrasil

In den meisten alten Kulturen und Religionen wurden Bäume oder Haine als Sitz der Götter oder anderer übernatürlicher Wesen verehrt. So spielt der Baum in der Mythologie auch als Lebensbaum (z.B. die Sykomore bei den Ägyptern oder der Baum des Lebens in der jüdischen Mythologie), als Baum der Unsterblichkeit (der Pfirischbaum in China) oder als Symbol des Erwachens im Buddhismus (der Bodhibaum) eine Rolle. In der babylonischen Mythologie erstreckt Xixum seine Zweige bis in den Himmel, während seine Wurzeln tief in der Unterwelt sind. Sein Stamm symbolisiert die Verbindung der Sphären.

Auch im Schamanismus spielt der Weltenbaum eine große Rolle, er verbindet nach schamanistischer Vorstellung die reale Welt mit der Geisterwelt. Der Weltenbaum wächst im Zentrum der Erde und verbindet die drei kosmischen Zonen: seine Wurzeln reichen in die Unterwelt, mit den Wipfeln berührt er den Himmel. Oft ist die Birke, die ein Schamane bei der Himmelsreise besteigt, als Weltenbaum dargestellt.

Ein Schamane steigt auf dem Weltenbaum in das Reich der Geister und Götter auf. Der Weltenbaum dient als Ruhestätte verstorbener Schamanen, von der aus die Seele den Körper verlässt um in das Reich der Geister zu gelangen. Oft wird diese Verbindung zwischen den Welten auch durch einen Fluss gekennzeichnet. dann reist der Schamane bei seinem Seelenflug in einem Boot über diesen Fluss in die Geisterwelt.

Literatur

Hans Biedermann: Knaurs Lexikon der Symbole, Droemer Knaur Verlag, München 1998

Wikipedia
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