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Welmbüttel

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Führt kein Wappen.svg
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Dithmarschen
Amt: KLG Tellingstedt
Koordinaten: Koordinaten: 54° 12′ N, 9° 15′ O54° 12′ N, 9° 15′ O
Höhe: 70 m ü. NN
Fläche: 7,60 km²
Einwohner: 459 (29. Sep. 2006)
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25782
Vorwahl: 04838
Kfz-Kennzeichen: HEI
Gemeindeschlüssel: 01 0 51 125
Adresse der
Amtsverwaltung:
Teichstraße 1
25782 Tellingstedt
Webpräsenz:
Bürgermeisterin: Karin Wrage (WGW)
Lage der Gemeinde Welmbüttel im Kreis Dithmarschen
Bild:Welmbuettel in HEI.png

Welmbüttel ist eine amtsangehörige Gemeinde in der Amt Kirchspielslandgemeinde Tellingstedt, Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein (Deutschland). In ihr leben knapp 500 Einwohner auf 7,60 km². Hier liegt das Zentrum der so genannten Dithmarscher Schweiz.

Bild:Dorfstein-Welmbüttel.JPG
Dorfstein im Zentrum Welmbüttels

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Anfänge einer Ortschaft sind heute nur mit archäologischen Mitteln zu bestimmen. Dennoch haben die ersten schriftlichen Erwähnungen einen besonderen Stellenwert. Die Kirche in Tellingstedt ist als Unterkirche der Meldorfer Kirche zusehen. Leider wird aus der Gründungszeit dieser Kirche Welmbüttel nicht erwähnt. Wie viele andere Gemeinden Dithmarschens ist auch Welmbüttel in den Klageschriften von 1447 erwähnt (Urkundenbuch Michelsen S. 45/46). Hier kann aus der Aufstellung des Textes das Jahr 1402 genannt werden. Es lautet dort, "...als man schrieb vierzehnhundert in dem anderen Jahre, des Mittwochs nächst vor dem ehrenhaften Feste, geheißen das Fest Christi Leichnam,..." daraus folgt der 24. Mai 1402, weiter im Text wird die Höhe des Schadens genannt. "...so klagen die frommen Leute in dem Dorfe Willembüttele... ...1000 Mark". Für Schrum und Gaushorn waren dort "...Scrume ... ...4000 Mark und Goweshorn... ...800 Mark" genannt. Die Klagen sind nach Jahren (später, "...vierzehnhundert drittem Jahre...") und nach Orten gelistet, so kommen für andere Orte auch Mehrfachnennungen vor. Zur Ortsnamenendung siehe -büttel.

Geografie

Landschaft

Das bewaldete Geestgebiet hat in der Nachbargemeinde Schrum mit 78,5 Meter über NN die höchste Stelle im Kreis. Die Geest um Welmbüttel ist eine Wasserscheide. Im südwestlichen Teil des Kreisforstes entspringt die Tielenau, die über Tellingstedt in die Eider fließt. Das Oberflächenwasser der westlichen Geestseite sammelt sich in kleinen Bächen bis es in die Miele fließt. Die Broklandsau im Norden hat mehrere Quellen im Ort. Im Kreisforst bei den alten Teichen entspringt die Osterau, die Wierbek hat mehrere Quellen, eine entspringt am Bahnhofsberg und speist die Teiche an der B 203, bevor sie im Norderwohld weitere Quellbäche in sich vereint. Der auf der Grenze zur Gemeinde Schrum laufende Bach ist bei Neocorus schon um 1600 mit Kellihorn-Scheide-Beek benannt und stellte gleichzeitig zwischen Welmbüttel und Schrum die Grenze der beiden Dithmarschen dar (Neocorus Bd. II Seite 267). Dieser Bach heisst später Schrum-Brooks-Beke und wird weiter südlich zur Westerau und schließlich zur Gieselau, welche in die Eider mündet.

An der Quelle der Tielenau gibt es unter anderem eine etwa 8000 Jahre alte nachgewiesene Fundstelle von Steinzeitbewohnern in der Gegend. Hierzu findet sich mehr im Steinzeitpark und Steinzeitdorf im Archäologisch-Ökologisches Zentrum Albersdorf AÖZA.

Die beiden großen Waldgebiete Norderwohld und Kreisforst sind heute ein Anziehungspunkt für Wanderer und Erholungssuchende. Durch menschliche Eingriffe entstand im Kreisforstgebiet bis zum 19. Jahrhundert eine große Heidefläche, die erst später (um 1905) wieder durch Bewaldung, vor allem mit Kiefern, geschlossen werden konnte. Der Norderwohld ist seit seiner ersten bekannten Aufzeichnung (1725) nahezu unverändert, er ist ein typischer Bauernwald.

Bauwerke

In Welmbüttel befindet sich ein Grundnetzsender des Norddeutschen Rundfunks, der NDR-Radiosendungen sowie RSH und Delta Radio mit jeweils 15 KW ERP (Ausnahme: N-JOY 0,5KW) ausstrahlt. Im Sommer 2006 erhielt der Turm eine neue Spitze mit neuen Antennen, damit sind DVB-T-Ausstrahlungen für Dithmarschen und große Teile der angrenzenden Kreise möglich. Bis zur Umstellung auf DVB-T strahlte der Sender auch das analoge ARD-Fernsehprogramm auf VHF aus.


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Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Welmb%C3%BCttel, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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