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Wellenmesser

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Ein Wellenmesser oder Wellenmessgerät ist ein mechanisch verstellbarer Schwingkreis, Leitungskreis oder Hohlraumresonator zur Bestimmung der Wellenlänge oder der Frequenz von Funk- und Mikrowellen.

Die Verstelleinrichtung ist dazu mit einer Skala versehen, an der direkt die Wellenlänge oder die Frequenz abgelesen werden kann.

Wellenmesser werden mit einer losen, d.h. unterkritischen Kopplung mit dem Messsignal verbunden, sodass die Resonanzfrequenz unabhängig von der Quellenimpedanz ist.
Bild:Wm1.jpg
Wellenmesser für Mikrowellen (max. Wellenlänge ca. 10cm) mit über eine Messschraube (rechts) beweglichem Kurzschlussschieber (Pfeil)

Inhaltsverzeichnis

Wellenmesser mit Schwingkreis

Wellenmesser für Mittel- und Kurzwellen-Frequenzen bestehen aus einem Drehkondensator und einer - meist wechselbaren - Spule.
Der Drehkondensator ist mit einer Skala gekoppelt, die in Frequenzeinheiten oder der Wellenlänge in Metern kalibriert ist.
Ältere Wellenmesser dieser Bauart besaßen ein Hitzdrahtmesswerk oder eine Glühlampe zur Anzeige der Resonanzbedingung.

Dipmeter sind kleinere Bauformen und besitzen ein Zeigerinstrument zur Anzeige der Resonanz.

Die Spule ist meist frei und wird magnetisch an das Messignal angekoppelt, indem sie in die Nähe einer Spule im Messkreis gebracht wird.

Wellenmesser bzw. Dipmeter werden heute meist durch Frequenzzähler abgelöst.

Wellenmesser für UKW und Mikrowellen

Wellenmesser für diese kürzeren Wellenlängen arbeiten mit Leitungskreisen (Lecherleitung oder Koaxial-Stichleitung) oder einem Hohlleiter-Abschnitt mit Kuzschlussschieber.

Auf den Leitungen bzw. im Hohlraumresonator entstehen durch die Reflexion am Kurzschlussschieber stehende Wellen, deren Amplitude besonders groß ist, wenn deren Eigenfrequenz mit der eingekoppelten Welle übereinstimmt. Sie entziehen dann der Quelle über das Koppelelement (z.B. ein Schlitz zwischen speisendem Hohlleiter und Wellenmesser) besonders viel Energie (siehe auch Saugkreis), was z.B. mit Dioden-Detektoren nachgewiesen werden kann.
Bei Verschieben des Kurzschlussschiebers treten im Abstand der halben Wellenlänge Resonanzmaxima auf. Deren Abstand kann direkt auf einer dazu meist metrisch eingeteilten Skala des über einen Spindeltrieb bewegten Kurzschlussschiebers abgelesen werden.

Siehe auch

Dipmeter, Hohlleiter, Eigenfrequenz, Schwingkreis, Lecherleitung

Weblinks

Wikipedia
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