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Weiterstadt
Aus Kefk.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Bild:Wappen Weiterstadt.png |
| |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Darmstadt-Dieburg | |
| Koordinaten: | Koordinaten: 49° 54′ N, 8° 36′ O49° 54′ N, 8° 36′ O | |
| Höhe: | 105 m ü. NN | |
| Fläche: | 34,4 km² | |
| Einwohner: | 24.097 (30. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 700 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 64331 (alt: 6108) | |
| Vorwahlen: | 06150 (Riedbahn: 06151) | |
| Kfz-Kennzeichen: | DA | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 32 023 | |
| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Riedbahnstraße 6 64331 Weiterstadt | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Rohrbach (ALW) | |
| Lage der Gemeinde Weiterstadt im Landkreis Darmstadt-Dieburg | ||
| Bild:Lage der Stadt Weiterstadt im Landkreis.jpg | ||
Weiterstadt ist eine Stadt ca. 7 km nordwestlich von Darmstadt und ca. 20 km südlich vom Frankfurter Flughafen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Nachbargemeinden und -kreise
Weiterstadt grenzt im Norden an die Stadt Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau) und die Gemeinde Erzhausen, im Osten an die kreisfreie Stadt Darmstadt, im Süden an die Stadt Griesheim, sowie im Westen an die Gemeinde Büttelborn (Kreis Groß-Gerau).
Stadtgliederung
Die Stadt Weiterstadt ist unterteilt in fünf Stadtteile: Stadtteil Weiterstadt, Braunshardt, Schneppenhausen, Gräfenhausen, Riedbahn (hier gilt die Telefonvorwahl von Darmstadt 06151).
Geschichte
Weiterstadt
Weiterstadt wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 948 unter dem Namen Widerestat erwähnt. Das Dorf Widerestat scheint ursprünglich nur aus einigen Höfen bestanden zu haben. Als erster Besitzer des Dorfes erscheint ein gewisser Cleriker Liuthar dessen Name in der Urkunde genannt wird. Im Hochmittelalter stand dem Grafen von Katzenelnbogen die höhere Gerichtsbarkeit über Widerestat zu.
Braunshardt
Braunshardt ist erstmals in einer Urkunde vom 26. August 1318 erwähnt. Der Text dieser Urkunde berichtet von einer Besitzaufteilung der Grafen von Katzenelnbogen um den Wald Brunishardt. Eng verbunden mit dem Namen Braunshardt ist das historisch wertvolle Schloss. Dieses Schloss hat Prinz Georg Wilhelm von Hessen um 1760 erbauen lassen – es wurde in der Folgezeit eine Stätte höfischer Lebenskultur. Nach häufigem Besitzerwechsel im 19. Jahrhundert ist ein Teil jetzt im Besitz des Johannesbundes e. V. Leutesdorf/Rhein und wird als Alten- und Pflegeheim genutzt. Das eigentliche Schloss Braunshardt wurde von privater Seite restauriert und renoviert. Es wird als Wohnung durch die Besitzerfamilie genutzt.
Gräfenhausen und Schneppenhausen
Gräfenhausen und Schneppenhausen treten erstmals am 21. November 1225 urkundlich in Erscheinung. Ein Streit zwischen den Mönchen des Klosters Eberbach vom Gehaborner Hof und den Dorfbewohnern von Arheilgen um den Wald Wintershagen in der Arheilger Gemarkung war Anlass für das Zusammentreten eines Schiedsgerichtes. Über diese Verhandlung wurde eine Urkunde aufgesetzt, in der Vogt Werner von Grevenhusen als Schiedsrichter und der Schultheiß Godebold von Sneppenhusen als Zeuge fungierten. Weitere geschichtliche Informationen zu Gräfenhausen stellt der Heimatverein auf dem Klickpunkt Gräfenhausen zur Verfügung.
Geschichte der Stadt Weiterstadt
Die Stadtgeschichte in ihrer jetzigen Form ist noch recht neu. Sie beginnt am 1. Januar 1977. Die bis dahin selbstständigen Gemeinden Gräfenhausen und Schneppenhausen wurden im Zuge der Gebietsreform in die Gemeinde Weiterstadt eingegliedert. Bereits am 1. Juli 1973 erfuhr die Gemeinde Weiterstadt ihre erste gebietliche Änderung im Zuge der gemeindlichen Neuordnung, als sich die bisher selbständige Gemeinde Braunshardt freiwillig der Gemeinde Weiterstadt anschloss. Weiterstadt hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg von einer Arbeiterwohngemeinde mit landwirtschaftlichem Einschlag zu einem gewerblich und industriell strukturierten Gemeinwesen mit großem Bevölkerungszuwachs entwickelt. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe im Ortsteil Riedbahn. Die Wirtschaft erkannte den günstigen Standort der Gemeinde im Ballungszentrum des Rhein-Main-Gebietes. Diese Standortgunst ist mit der Fertigstellung des Autobahnanschlusses B 42/A 5 Frankfurt-Darmstadt unmittelbar am Gewerbe- und Industriegebiet noch verbessert worden. In Braunshardt, Gräfenhausen und Schneppenhausen war die Entwicklung nicht so sprunghaft. Eine kontinuierliche Bevölkerungszunahme und die Ansiedlung kleinerer und mittlerer Gewerbebetriebe versetzten auch diese Gemeinden in die Lage, ihre Infrastruktureinrichtungen zu verbessern. Der 29. Juli 1993 ist für die Gemeinde Weiterstadt von historischer Bedeutung. Sie bekam von der Hessischen Landesregierung das Recht verliehen, ab diesem Tage die Bezeichnung Stadt zu führen.
Am 27. März 1993 verübte die Rote Armee Fraktion einen Sprengstoffanschlag gegen die JVA Weiterstadt und beschädigte das gerade fertig gestellte Gefängnis so stark, dass es teilweise wieder abgerissen werden musste.
Die Justizvollzugsanstalt wurde neu aufgebaut und ist seit 1997 in Betrieb. Hier saß unter anderem der Immobilienunternehmer Jürgen Schneider in Untersuchungshaft.
Seit dem 1. Oktober 2004 wird die Stadt Weiterstadt aus dem „Neuen Rathaus“ im Stadtteil Riedbahn, dem Gewerbegebiet der Stadt, regiert. Auch die Stadtverordnetenversammlung tagt hier im neuen Sitzungssaal.
Riedbahn
Riedbahn wird der Weiterstädter Gemarkungsbereich östlich der BAB Frankfurt-Darmstadt genannt. Seine Namensgebung ist auf die Eisenbahnstrecke von Darmstadt ins Hessische Ried zurückzuführen. Die erste Wohnbebauung entstand entlang der Darmstädter Straße jetzt Riedbahnstraße. Nach dem Zweiten Weltkrieg schufen sich in der Riedbahn viele Heimatvertriebene Wohnhäuser mit landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstellen. Auf dem früheren Exerzierplatz wurde Anfang der sechziger Jahre mit der Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes begonnen. Die Riedbahn wurde am 26. Mai 1983 durch den Regierungspräsidenten in Darmstadt als offizieller Ortsteil benannt.
Politik
Stadtverordnetenversammlung
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 | Sitze 2006 | % 2001 | Sitze 2001 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 29,7 | 11 | 28,6 | 11 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 39,7 | 15 | 38,1 | 14 |
| ALW | Alternative Liste Weiterstadt | 22,6 | 8 | 25,8 | 9 |
| FWW | Freie Wähler Weiterstadt e.V. | 8,0 | 3 | 7,5 | 3 |
| gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 37,7 | 47,1 | |||
Gewerbe / Einzelhandel
Weiterstadt entwickelt sich in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Standort für Großmärkte. So hat das Einrichtungshaus Segmüller im Gewerbegebiet West mit 35.000qm eines seiner größten Standorte in Deutschland, daneben sind nahezu alle bekannten Großmarktketten mit Märkten vertreten. Für Herbst 2008 ist im Stadtteil Riedbahn die Eröffnung eines derzeit im Bau befindlichen Shopping Center (Investor Sonae Sierra) mit einer reinen Verkaufsfläche von 56.200 qm (ca. 170 Einzelgeschäfte) zzgl. ca. 6000qm Gastronomie- und Eventflächen vorgesehen.
Verkehr
Weiterstadt liegt verkehrsgünstig an der Autobahn A5 sowie an der Bundesstraße B42. Der Autobahnanschluss wird derzeit zu einem Vollkleeblatt ausgebaut. Ein Haltepunkt der Main-Rhein-Bahn (Wiesbaden–Darmstadt–Aschaffenburg) liegt am nordwestlichen Rand von Weiterstadt. Auch Braunshardt ist durch diesen Bahnhof erschlossen. Außerdem existieren (Schnell-)Busverbindungen nach Darmstadt, Erzhausen und Groß-Gerau durch die Buslinien 5506, 5513 und 5515. Die angesiedelten Großmärkte führen hauptsächlich an Wochenenden zu erheblichen Verkehrsaufkommen.
Weblinks
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