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Weimarer Malerschule
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Die Weimarer Malerschule bzw. Kunstschule Weimar wurde durch Statut vom 1. Oktober 1860 durch Großherzog Carl Alexander (Sachsen-Weimar-Eisenach) errichtet. Unter Wilhelm Ernst 1902 durch den Maler Hans Olde (1855–1917) im Verein mit Adolf Brütt (1855–1939) als Leiter der neu gegründeten Weimarer Bildhauerschule (1905) und der von Henry van de Velde (1863–1957) geleiteten Kunstgewerbeschule (1908) zu einer Hochschule für bildende Kunst ausgebaut (3. Juni 1910). Der noch von Wilhelm Ernst eingesetzte Walter Gropius gründete 1919 das Staatliche Bauhaus zu Weimar, aus dem am 1. April 1921 die Staatliche Hochschule für bildende Kunst ausgegliedert und dann das Bauhaus 1925 gänzlich aufgelöst wurde. Unter Otto Bartning (1883–1959) wurden die vorhanden Weimarer Institutionen zur Staatlichen Bauhochschule und Hochschule für Handwerk und Baukunst zusammengefasst. Eine Reorganisation als Staatliche Hochschulen für Baukunst, bildende Künste und Handwerk in Weimar erfolgte unter Paul Schultze-Naumburg (1. April 1930). Unter Leitung von Gerd Offenberg entstand zehn Jahre später die Hochschule für Baukunst und bildende Künste im Range einer Technischen Hochschule. Hermann Henselmann (1905–1995) führte die Hochschule 1945 bis 1951 weiter. Die nachfolgende Hochschule für Architektur und Bauwesen wurde am 17. Mai 1996 in Bauhaus-Universität Weimar umbenannt.
Lehrer:
Albert Baur, Reinhold Begas, Arnold Böcklin, Albert Brendel, Adolf Brütt, Johann Wilhelm Cordes, Carl Gussow, Theodor Hagen, Stanislaus von Kalckreuth, Leopold von Kalckreuth, Walther Klemm, Franz von Lenbach, Max Schmidt, Alexander Olbricht, Ferdinand Pauwels, Bernhard Plockhorst, Alexander Struys, Max Thedy, Paul Thumann, Charles Verlat, Robert Weise.
Schüler:
Hans Arp, Max Beckmann, Ferdinand Brütt, Paul Eduard Crodel, Carl Gussow, Wilhelm Hasemann, Franz Friedrich Hoffmann-Fallersleben, Leopold Graf von Kalckreuth, Otto von Kameke, Fritz Lattke, Max Liebermann, Carl Malchin, Carlo Mense, Paul Thumann, Otto Piltz, Leon Pohle, Louis Preller, Adolf Rettelbusch, Hans Richter, Christian Rohlfs
Das Wirken der Weimarer Malerschule im engeren Sinne hat Walther Scheidig (1902–1977) aufgearbeitet, der viele Jahre über der Leiter der Staatlichen Kunstsammlungen zu Weimar war.
Literatur
- Walther Scheidig: Die Weimarer Malerschule. Seemann, Leipzig 1991, ISBN 3-363-00538-5
