Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Weihbischof

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche

Weihbischof ist die deutsche Bezeichnung für den in der Katholischen Kirche gebräuchlichen Auxiliarbischof (lat.: auxiliari = helfen,auxilium = Hilfe, Hilfsbischof).

Bild:Merle3.jpg
Bischof mit Mozetta und Brustkreuz. Im Hintergrund befindet sich eine Mitra.

Ein Weihbischof ist dem Diözesanbischof zur Entlastung an die Seite gestellt. Er vertritt den Diözesanbischof nur in den Weihehandlungen (Kirchenweihe, Firmung usw.). Der Vertreter des residierenden Bischofs auf dem Gebiet der Verwaltung und Jurisdiktion ist der Generalvikar. Weihbischöfe sind also der Weihe nach Bischöfe und auch Mitglieder der Bischofskonferenzen, nicht aber nach ihrer Leitungsgewalt.

Auch ein Episcopus in partibus infidelium (Bischof im Gebiet der Ungläubigen) wird Weihbischof genannt. Dies trifft seine Situation genau, denn es handelt sich bei ihm um einen Titularbischof. Er ist der Bischof einer "verlorenen Diözese", d.h. einer Diözese, die es nicht mehr gibt. Ursprünglich war er ein Bischof, der aus seiner Diözese vertrieben wurde, da das Gebiet in die Hände von Nichtchristen fiel. Er suchte dann Unterschlupf bei einem Bischof in einem katholischen Gebiet, welcher ihn dann auch als Stellvertreter einsetzte. Im Verlauf des Mittelalters institutionalisierte sich dieses Amt dann, so dass man damit begann, Bischöfe auf Diözesen zu weihen, welche nicht mehr in christlicher Hand waren.

Seit dem Mittelalter wurden zudem wichtige Beamte der päpstlichen Kurie oder der päpstlichen Diplomatie zu Titularbischöfen geweiht. So wie es bei den regierenden Bischöfen Erzbischöfe und Bischöfe gibt, so gibt es dies auch bei den Titularbischöfen. Während, und dies gilt bis heute, normale "Hilfsbischöfe" in den Diözesen einen Titularbischofssitz (Liste der Titularbistümer) haben, haben Nuntien und wichtige päpstliche Beamte einen Titularerzbischofssitz. Erst seit Papst Johannes Paul II. ist es üblich geworden, dass ein Titularbischof zum Titularerzbischof erhoben wird, ohne gleichzeitig einen neuen Titularbischofssitz zu erhalten.

Gleich einem Diözesanbischof reicht ein Weihbischof mit 75 seinen Rücktritt ein, welcher meist angenommen wird. Im Gegensatz zum Diözesanbischof behält er jedoch auch nach seiner Emeritierung seinen Titularbischofssitz.

Wie alle Bischöfe tragen auch die Weihbischöfe in der Römisch-Katholischen Kirche eine violette Soutane und eine violette Mozetta. Auf dieser wird ein Brustkreuz getragen und an der Hand ein Ring. Im Gottesdienst bedienen sie sich als Kopfbedeckung einer Mitra und zum Zeichen ihrer Hirtengewalt eines Bischofsstabes.

Die Anzahl der Weihbischöfe richtet sich nach der Größe der Diözese und wird durch den Diözesanbischof im Einvernehmen mit dem Apostolischen Stuhl festgelegt. Die meisten Weihbischöfe haben das Erzbistum México (9), das Bistum Rom (8), das Erzbistum Mailand (7), das Erzbistum Chicago (6), das Erzbistum Los Angeles (6), das Erzbistum New York (5) und das Bistum Münster (5).

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Weihbischof, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge