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Wasserträger

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Der Ausdruck Wasserträger bezeichnet in der Geschichte der Feuerwehr die Funktion des Löschwasser-Transporteurs. In der Regel hatte er das Wasser in Ledereimern zu Fuß zur Brandstelle zu befördern. Direkte Löschaufgaben hatte er nicht.

Beruf

In manchen Städten wurde früher das Wasser durch Wasserträger gegen Entgelt ins Haus getragen. Bekannt ist z. B. das Hamburger Original Hummel.

Zuarbeiter im Sport

Davon abgeleitet werden in der modernen Welt als Wasserträger solche Teammitglieder bezeichnet, die Hilfsaufgaben übernehmen, um die Teamfavoriten zu entlasten. Das Verhalten ist kooperativ, wenn alle im Team von der Leistung des Favoriten profitieren.

Im Radsport unterstützen Wasserträger (veralteter Ausdruck: „Domestiken“) die Favoriten der Mannschaft, wie ihren Teamkapitän, indem sie diesen Windschatten spenden, Ausreißversuche der Konkurrenten verhindern oder in einem solchen Fall die Nachführarbeit leisten. Ihren Namen verdanken sie aber einer weiteren Tätigkeit: dem Versorgen des Teams mit Nahrung und Getränkeflaschen (die durch sie bspw. vom Begleitfahrzeug weitergeleitet werden). Hervorzuhebende Wasserträger waren Rolf Aldag und Udo Bölts beim Team Telekom für Jan Ullrich, Jörg Ludewig für Gilberto Simoni im Team Saeco sowie José Luis Rubiera im US Postal Service Pro Cycling Team für Lance Armstrong. Übernehmen die Helfer weniger die Versorgung und verstärkt Aufgaben wie Anfahren für Sprints oder Nachführarbeit, während sie selbst Titelaspiranten sind, werden sie als Edelhelfer bezeichnet (beispielsweise George Hincapie für Lance Armstrong oder De Schoenmacker für Eddy Merckx).

Im Fußballsport werden Spieler – zumeinst im defensiven Mittelfeld – als Wasserträger bezeichnet, die den Stars der Mannschaft die Defensivarbeit abnehmen (Beispielsweise Herbert Wimmer für Günter Netzer).

Im Laufsport ist die Rolle des Zugläufers vergleichbar.

Auch Assistenten der Geschäftsleitung oder von Politikern werden in diesem Sinne als Wasserträger bezeichnet.

Persönliche Werkzeuge