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Waltershausen

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt die Stadt Waltershausen in Thüringen; zum Ort Waltershausen im Landkreis Rhön-Grabfeld siehe Saal an der Saale.
Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen Waltershausen.png
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Gotha
Koordinaten: Koordinaten: 50° 54′ N, 10° 33′ O50° 54′ N, 10° 33′ O
Höhe: 320 m ü. NN
Fläche: 31,33 km²
Einwohner: 11.127 (29. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 355 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99880
Vorwahl: 03622
Kfz-Kennzeichen: GTH
Gemeindeschlüssel: 16 0 67 072
Stadtgliederung: Stadt und 3 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
99880 Waltershausen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Michael Brychcy (CDU)
Bild:Rathaus waltershausen.JPG
Das Rathaus von Waltershausen

Waltershausen ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Gotha im Freistaat Thüringen (Deutschland). Sie liegt zwischen dem Thüringer Becken im Nordosten und dem Thüringer Wald im Südwesten.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Stadtgliederung

Es existieren drei Ortsteile (Wahlwinkel, Schnepfenthal und Langenhain) sowie ein Stadtteil (Ibenhain).

Geschichte

Der Ort entwickelte sich an der Kreuzung der alten Salzstraße von Salzungen nach Erfurt und von Eisenach nach Saalfeld. Zusätzlich bot die 1176 erstmals erwähnte Burg Tenneberg (siehe Bauwerke) Schutz für die Stadtbewohner. Eine weitere Begünstigung für den Standort war die Engstelle zwischen dem Burgberg und dem Ziegenberg, die der gesamte Verkehr passieren musste, da der Wald sehr unwegsam war.

Die Stadt selbst wurde 1209 erstmals urkundlich erwähnt unter dem Namen „Ulricus ,villicius de Waltherißhusin“. Die Stadt gehört zur Grafschaft Mühlburg (in einer Urkunde von 1293 erwähnt) und stand unter der Lehnshoheit des Erzbistums Mainz. Damals war sie bereits im Besitz der Stadtrechte.

Die Thüringerwaldbahn wurde 1929 nach Waltershausen verlängert und verbindet die Stadt seitdem mit Tabarz im Südwesten und Gotha im Nordosten.

Eingemeindungen

1950 wurden Schnepfenthal, Langenhain und Wahlwinkel eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

1834 bis 1960

1981 bis 1997

1998 bis 2003

Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

1 29. Oktober
2 31. August

Politik

Bürgermeister ist Michael Brychcy (CDU).

Stadtrat

  • CDU 13 Sitze + Bürgermeister
  • SPD 3 Sitze
  • FW 5 Sitze
  • PDS 3 Sitze

Städtepartnerschaften

Bild:Flag of France.svgBruay-sur-l’Escaut Frankreich (Département Nord) seit 1965
Bild:Flag of Germany.svgKorbach, Deutschland (Hessen) seit 1990
Bild:Flag of Poland.svgWolbrom , Polen (Woiwodschaft Kleinpolen) seit 2000
Bild:Flag of Hungary.svgBudapest, 16.Bezirk, Ungarn, seit 2003

Eine Städtefreundschaft besteht zu:

Bild:Flag of Germany.svgHanau, Deutschland (Hessen) seit 1990

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

1176 wurde Schloss Tenneberg das erste Mal als Burg der Thüringer Landgrafen erwähnt, mehrfach umgebaut, erhielt es im frühen 18. Jahrhundert seine im Wesentlichen endgültige Gestalt. Durch verschiedene Nutzungen in der Zeit danach sind die meisten Barockräume verloren gegangen, jedoch nicht der Festsaal (1719), das barocke Treppenhaus (1718) und die Schlosskapelle (1721).

  • Schloss Tenneberg (1176 als Landgrafenburg) mit Museum (1929), Schwerpunkt: Geschichte der Puppenindustrie. (Beginn der Deutschen Spielzeugstraße)
  • Klaustor (1390)
  • Historisches Rathaus (1441)

Sport

In Waltershausen gibt es viele Sportvereine. Im Karate konnten von Sportler von Bushido Waltershausen zahlreiche Titel auf nationaler und internationaler Ebene gewinnen. Im Tischtennis ist Waltershausen als Ausrichter von Turnieren auf Landes- und Bundesebene bekannt. Ein weiterer Verien ist die ZSG Waltershausen mit insgesamt 12 Abteilungen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Jedes Jahr findet an den Tagen rund um den Himmelfahrtstag das Stadtfest statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bild:Thueringerwaldbahn TW592.jpg
Triebwagen der Thüringerwaldbahn in Waltershausen

Waltershausen liegt an der Autobahn A 4 Frankfurt am MainDresden und besitzt eine eigene Anschlussstelle (41a Waltershausen). Der Süden des Stadtgebiets wird von der Bundesstraße 88 tangiert. In Waltershausen selbst beginnen Landstraßen nach Friedrichroda, Georgenthal, Gotha, Hörselgau, Teutleben (zur B 7) und Langenhain.

Ferner hat die Stadt einen Bahnhof an der Regionalbahnlinie FröttstädtFriedrichroda (Friedrichrodaer Bahn, seit 1848). In der Stadt verkehrt außerdem eine Straßenbahnline vom Bahnhof zum Gleisdreieck mit 5 Haltestellen. Dort schließt sich die Linie der Thüringerwaldbahn (deren Anteilseigner die Stadt Waltershausen ist) an die „Waldbahn“ Gotha - Tabarz an.

Ansässige Unternehmen

Waltershausen hat eine lange, im Jahr 1815 begründete Tradition als Puppenstadt. Es entstanden im 19. Jahrhundert eine Vielzahl von Spielzeug- und Puppenfabriken. Die industrielle Fertigung von Puppen endete 1990. Heute gibt es mit der Waltershäuser Puppenmanufaktur nur noch einen einzigen Betrieb, der gelegentlich Puppen herstellt. Es handelt sich dabei um Sammlerpuppen, die sehr hohen ästhetischen Ansprüchen Rechnung tragen.

Ein bis heute wichtiger Betrieb in der Stadt ist die Multicar Spezialfahrzeuge GmbH, ein Unternehmen mit 80jähriger Tradition, das sich auf die Herstellung kompakten Spezialtransportern und Geräteträgern spezialisiert hat. Fahrzeuge von Multicar werden heute in zahlreichen Kommunen als Allzweck-Kleintransportfahrzeuge eingesetzt.

Die Herstellung von Gummiartikeln war und ist ebenfalls ein Hauptindustriezweig. Aus mehreren Firmen ging nach 1945 der VEB Gummiwerke („Kowalit“) hervor. Im Stadtgebiet gab es zwei Betriebsteile, in denen verschiedene technische Gummiwaren und Kleinbereifung hergestellt wurden. Nach 1990 wurde die Firma von der Phoenix AG übernommen. Einige kleinere Betriebe dieser Branche wurden neu gegründet und etablierten sich z.B. Gummidichtungstechnik Automative GTA.

Öffentliche Einrichtungen

In Waltershausen ist der Sitz der Superintendentur Waltershausen-Ohrdruf.

Bildung

Es gibt eine Regelschule, zwei Grundschulen und eine Förderschule. Im Ortsteil Schnepfenthal befindet sich die Salzmannschule, ein Spezialgymnasium für Sprachen mit Internat.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken bzw. gewirkt haben


Literatur

  • Michael Weiser und Mario Möller Von der Waltershäuser Pferdebahn zur Waldsaumbahn Flöttstädt-Georgenthal 1848-1998, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 1998, ISBN 978-3-929000-89-4
  • Hartmut Mai: Waltershäuser Sagenbuch -"Schau ins Land vom Tenneberg". Sagen, Geschichten und Geschichte, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2006, ISBN 978-3-938997-38-3

Weblinks

Wikipedia
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