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Walter Zirpins

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Walter Zirpins (* 26. Mai 1901 in Oberschlesien; † 17. Februar 1976) war Sachverständiger im Reichstagsbrandprozess 1933. Während der nationalsozialistischen Diktatur war er SS-Sturmbannführer und Kriminaldirektor im Amt IV (Gestapo) des Reichssicherheitshauptamtes. Im Zweiten Weltkrieg war Zirpins bei der "Endlösung der Judenfrage" in den Ghettos Warschau und Litzmannstadt eingesetzt.

Nach 1945 war er Oberregierungsrat und Leiter des Landeskriminalamtes Niedersachsen.

Er sagte zum Komplex des Reichstagsbrandes sowohl 1948 in Nürnberg als auch 1961 vor einem ordentlichen deutschen Gericht aus.

Dr. Walter Zirpins war Fritz Tobias Kronzeuge im Historikerstreit um die These zur Alleinschuld Marinus van der Lubbes. Somit ist er einziger Bürge für die zumindest in der Geschichtsschreibung feststehende These von der Alleinschuld van der Lubbes am Reichstagsbrand in der Nacht vom 27. Februar auf den 28. Februar 1933.

Literatur

Dieter Schröder, Rolf Surmann: Der lange Schatten der NS-Diktatur. Mit dem Kapitel: Vom NS-Goldräuber zum führenden Wirtschaftskriminologen der Bundesrepublik Die Karriere des Dr. Walter Zirpins. ISBN 3-89771-801-4

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