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Legnickie Pole
Aus Kefk.
| Legnickie Pole | |||||||||||||
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| Basisdaten | |||||||||||||
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| Staat: | Polen | ||||||||||||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | ||||||||||||
| Landkreis: | Legnica | ||||||||||||
| Geographische Lage: | Koordinaten: 51° 09' N, 16° 15' O51° 09' N, 16° 15' O | ||||||||||||
| Einwohner: | 780 () | ||||||||||||
| Postleitzahl: | 59-241 | ||||||||||||
| Telefonvorwahl: | (+48) 76 | ||||||||||||
| Kfz-Kennzeichen: | DLE
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| Wirtschaft & Verkehr | |||||||||||||
| Straße: | A4 Breslau - Legnica | ||||||||||||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | ||||||||||||
| Gemeinde | |||||||||||||
| Gemeindeart: | Landgemeinde | ||||||||||||
| Fläche: | 85,37 km² | ||||||||||||
| Einwohner: | 4.922 (30. Juni 2005) | ||||||||||||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||||||||||||
| Gemeindevorsteher: | Aleksander Kostuń | ||||||||||||
| Adresse: | ul. Kiliana Ignacego Dientzenhofera 1 59-241 Legnickie Pole | ||||||||||||
| Webpräsenz: | legnickiepole.dolnyslask.pl | ||||||||||||
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Legnickie Pole [lɛgˈɲiʦcɛ ˈpɔlɛ] (deutsch Wahlstatt, polnisch von 1945-1948 Dobre Pole) ist ein Dorf und Sitz der gleichnamigen Gemeinde im Südwesten Polens. Er liegt ca. zehn Kilometer südöstlich von Legnica (Liegnitz) und gehört zum Powiat Legnicki in der Woiwodschaft Niederschlesien.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Bekannt wurde der Ort durch die Schlacht bei Wahlstatt gegen die Mongolen im Jahre 1241, bei der der Piastenherzog Heinrich der Fromme fiel. Auf dem Schlachtfeld ließen die Herzoginnen Hedwig und Anna eine Propstei errichten, die sie an die Benediktiner aus dem Kloster Opatowitz bei Königgrätz übergaben. Diese alte gotische Kirche (später bis 1945 evangelisch) wurde auf der Stelle errichtet, wo man den kopflosen Leichnam Heinrichs II. gefunden hatte.
1535 zog Herzog Friedrich II. von Liegnitz die Propstei ein, als sich für den letzten der Opatowitzer Äbte, die zuletzt in Neumarkt ihren Sitz hatten, kein Nachfolger mehr gefunden hatte. Neuer Besitzer wurde Hans von Leyningen, nach 1592 ging der Besitztum an die Familie von Braun.
Die Tradition der Prozession zum Kriegssonntag, die an die Schlacht erinnerte, wurde auch in der Zeit nach der Reformation weitergeführt.
Am 13. Mai 1703 erwarben die Benediktiner aus dem Kloster Braunau mit starker Unterstützung Kaiser Leopolds I. den Ort von den überschuldeten Herren von Braun zurück. Der Aufbau der neuen Propstei durch den Abt Othmar Zinke verzögerte sich, den infolge des Altranstädter Vertrages von 1707 musste er die Kirche den Protestanten zurückgeben.
So begann der Bau, der unter der Leitung des Stiftsbaumeisters Kilian Ignaz Dientzenhofer stand, erst 1723. Das Benediktinerkloster Wahlstatt mit der Hedwigskirche wurde zu einer der schönsten von ihm gestalteten Anlagen. Die Skulpturen sind Werke der Prager Bildhauer Karl Joseph Hiernle und Wenzel Lorenz Reiner, das Altarbild der Auffindung der Leiche Heinrichs II. durch Hedwig und Anna stammt von Franz de Backer, dem Hofmaler des Fürstbischofs Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg. Am 7. Oktober 1731 weihte Bischof Elias von Sommerfeld die Kirche. Vollendet wurde sie im Sommer 1733 mit dem Deckengemälden von Cosmas Damian Asam.
1742 wurde Schlesien preußisch, das bedeutete, dass zwischen dem Mutterkloster in Braunau nun eine Landesgrenze lag. Friedrich der Große quartierte sich 1761 im Kloster ein. 1810 wurde es säkularisiert.
Der am 26. August 1813 in der Schlacht an der Katzbach siegreiche Generalfeldmarschall Blücher wurde dafür zum Fürsten von Wahlstatt erhoben. Aber erst 1847 kam das Gut Wahlstadt in den Besitz seiner Familie.
Für das Kloster fand sich mit der Verstärkung des preußischen Kadettenkorps ein neuer Verwendungszweck. 1836 kaufte der Fiskus ein Grundstück und das Kloster aus dem Besitz derer von Knorr zurück, und bis 1840 wurde eine Kadettenanstalt mit zunächst 40 Plätzen errichtet, die später peu à peu auf 200 Plätze aufgestockt wurde. An das Klostergebäude erfolgte ein Kasernenanbau.
Zum ersten Kommandeur wurde Wilhelm von Chappuis ernannt, der auch als Balladendichter bekannte Chappuis war ein Neffe Karl von Holteis.
Bekanntester Kadett in Wahlstatt war Paul von Hindenburg, der hier von 1859-1863 seine Ausbildung erhielt. Zu Ostern 1863 wurde er nach Sekunda und hierdurch in die Kadettenanstalt Berlin versetzt. Auch Manfred von Richthofen war ein Schüler der Anstalt.
Das Kadettenhaus musste am 9. März 1920 infolge des Versailler Vertrages aufgelöst werden. Jedoch bedeutete dies keine Schließung, der Unterricht wurde in der neuen Staatlichen Bildungsanstalt weitergeführt.
Während des Nationalsozialismus wurde in der Anstalt das Gefangenlager Oflag VIII F eingerichtet und für fragwürdige Experimente missbraucht. Nach Kriegsende wurden die Gebäude vom Militär beschlagnahmt. 1945 wurde nahezu die gesamte, fast ausschließlich deutsche Bevölkerung von polnischen Behörden enteignet und vertrieben.
Ab 1957 wurde darin eine psychiatrische Anstalt für Frauen eingerichtet, die auch heute noch in Form eines Pflegeheimes genutzt wird.
Die evangelische Kirche von Wahlstatt erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden. Der auch nach dem Krieg am Ort verbliebene Pfarrer verhinderte ihren Verfall. Im Jahre 1961 wurde in ihr ein Museum zur Schlacht bei Wahlstatt eingerichtet.
Sehenswürdigkeiten
- Legnickie Pole: die barocke Kirche von Dientzenhofer und die alte gotische Kirche (Museum);
- Lubień: Wasserschloss der Herren von Schweinitz.
Gemeinde
Die Landgemeinde (gmina wiejska) Legnickie Pole umfasst ein Gebiet von 85,37 km² und hat 4.922 Einwohner (2005). Dazu gehören folgende acht Ortschaften:
- Koskowice (Koischwitz)
- Księginice (Kniegnitz)
- Legnickie Pole (Wahlstatt)
- Lubień (Liebenau)
- Mikołajowice (Nikolstadt)
- Nowa Wieś Legnicka (Neudorf)
- Raczkowa (Rosenau)
- Taczalin (Tentschel)
Weblinks
| <imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden | Commons: Legnickie Pole – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Offizielle Website der Gemeinde
- Homepage über die Gemeinde
- Pflegeheim Legnickie Pole (deutsch) mit Geschichte des Objektes
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