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WBS 70
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WBS 70 ist die Abkürzung für die Wohnungsbauserie 70. Es war ein in der DDR verwendeter Typ des Plattenbaus. Entwickelt wurde sie Anfang der 1970er Jahre u. a. von der Deutschen Bauakademie und der TU Dresden. 1972 wurde der erste Block in der Stadt Neubrandenburg errichtet. Dieses Haus steht heute unter Denkmalschutz. Von den bis 1990 erbauten 1,52 Millionen industriell errichteten Wohnungsgebäuden in Plattenbauweise ist die WBS 70 mit einem Anteil von ca. 42% am weitesten verbreitet.
In Berlin-Hellersdorf, Hellersdorfer Straße 179, befindet sich eine zu besichtigende Museumswohnung des Typs WBS 70. Die 61 m² große Dreizimmerwohnung wurde originalgetreu mit Restbeständen aus DDR-Produktion eingerichtet.
Zum Synonym für die WBS 70 sind die Begriffe „Arbeiterschließfach“ und „Platte“ geworden.
Technische Details
- Laststufe: 6,3t (63kN)
- Modularsystem, Grundraster: 6,00 m x 6,00 m
- Gebäudetiefe: 12m
- Geschosshöhe: 2,80 m (WBS 70/G 3,30 m)
- Geschosszahl: 5, 6, oder 11
- Außenwand: dreischichtig mit Kerndämmung
- Innenliegende Bäder, außenliegendes Treppenhaus
Weblink
- Plattenbaumuseum
- Informationszentrum Plattenbau
- Museumswohnung Berlin-Hellersdorf
- "Platte mit Aussicht - Dokumentarfilm zur Plattenbausiedlung Dresden-Gorbitz
- Leitfaden für die Instandsetzung und Modernisierung von Wohngebäuden in der Plattenbauweise
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