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Vulgärsprache

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Als Vulgärsprache bezeichnet man einen Sprachstil, der nach vorherrschender Meinung als in abstoßender Weise derb und ordinär wahrgenommen wird. Ein vulgäres Wort bezeichnet man als Vulgarismus (oder seltener als Vulgarität).

In der Vulgärsprache werden insbesondere Begriffe und Formulierungen verwandt, die in der gepflegten Umgangssprache tabu sind, weil sie Bereiche betreffen, die im jeweiligen sozialen Umfeld mit Scham und/oder Ekel besetzt sind. Heute sind das vor allem Begriffe aus der Fäkalsprache, sowie sexuelle und Gewalt-Begriffe, die hier unbekümmert oder sogar demonstrativ Verwendung finden, während sie in der gehobenen Umgangssprache aus Scham und politischer Korrektheit vermieden würden, d.h. umschrieben würden oder durch Metaphern ersetzt würden, die als harmloser gelten. In der Vulgärsprache werden dagegen z.T. selbst für harmlose Themen Vulgarismen metaphorisch verwandt.

In der Sprachwissenschaft bezeichnet man die im Mittelalter von der Mehrheit des Volkes gesprochene Sprache ebenfalls als Vulgärsprache.

Herkunft des Wortes

Das Wort stammt vom lateinischen vulgaris (etwa: allgemein, gewöhnlich, niedrig), zu vulgus, dem gemeinen Volk.

Beispiele

Beispiele für Wörter aus der Vulgärsprache sind Wörter wie „ficken“, „Fotze“ oder „einen runterholen“ (für: Masturbation)

Siehe auch

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