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Vorposten
Aus Kefk.
Vorposten sind vorgeschobene Truppenabteilungen, die für die Aufklärung der gegnerischen Verhältnisse und die Sicherung der ruhenden Truppen vorgesehen sind.
Die Vorposten unterstehen dem Vorpostenkommandeur.
Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war die Aufklärungsarbeit meist Aufgabe der Kavallerie, die Sicherungsarbeit oblag dagegen der Infanterie. Die Vorposten gliederten sich in
- das Vorpostengros,
- die Vorposten-Kompanien und
- die Vorpostenkavallerie.
Das Vorpostengros war dabei meist in der Nähe der Operationsstraße hinter einem widerstandsfähigem Punkt aufgestellt als Rückhalt gegen feindliche Angriffe auf die Vorposten-Kompanien.
Die Vorposten-Kompanien selbst bildeten die Hauptsicherungslinie und verschafften durch ihren Widerstand der ruhenden Truppe Zeit zur Gefechtsbereitschaft. Sie sicherten sich durch vorgeschobene Feldwachen oder selbständige Unteroffiziersposten.
Die Vorpostenkavallerie wirkte am Tag in vorderster Linie, hielt die Fühlung mit dem Gegner und beobachtete das vorlagernde Gelände. In übersichtlichem Gelände hielt man sie meist in einem einzigen Pikett (abgeleitet von Pikenier) zusammen, in unübersichtlichem Gelände zergliederte man sie dagegen in mehrere. Die Piketts setzten ihrerseits Feldwachen oder selbständige Unteroffiziersposten aus.
Patrouillen klärten nach vorwärts auf und hielten Verbindung zwischen den einzelnen Teilen der Vorpostenaufstellung.
