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Vita activa

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Mit Vita activa bezeichnet man in der Tradition Benedikt von Nursias das aus dem Mönchtum erwachsene christliche Ideal eines Lebens in tätiger Nächstenliebe, eines "Lebens für andere". Dies erfordert, dass man die eigenen Bedürfnisse zurückstellt und sich dem Anderen (dem Hilfsbedürftigen, Schwachen, Kranken oder Alten) zuwendet. Zu den Aufgaben der Vita activa kann auch die Predigt des Evangeliums zählen.

Dieses Ideal der Vita activa üben noch heutzutage die Mitarbeiter der Diakonie oder der Caritas aus, z.B. als Krankenpfleger, Seelsorger oder Diakonissen.

Die Philosophin Hannah Arendt hat 1958 eines ihrer bekanntesten Bücher unter dem Titel „Vita activa oder vom tätigen Leben“ (engl. Original „The human condition“) veröffentlicht. Darin analysiert sie die drei menschlichen Grundtätigkeiten Arbeiten, Herstellen und Handeln, wobei sie bei den Griechen und dem Beginn der abendländischen Metaphysik ansetzt. Dies sei notwendig, um zu verstehen, „was wir eigentlich tun, wenn wir tätig werden“. Sie unterscheidet das Arbeiten vom Herstellen dadurch, dass das Herstellen ein dauerhaftes Produkt hinterlässt (Handwerk/Kunst), wogegen die Ergebnisse von Arbeit sofort wieder verbraucht werden (Hauswesen/Landwirtschaft). Handeln dagegen bildet mit der Sprache eine Einheit und ist nur im sozialen Kontext möglich (v.a. soziales und politisches Handeln).

Siehe auch

Vita contemplativa, Vita voluptaria

Literatur

  • Hannah Arendt: Vita activa oder Vom tätigen Leben. Stuttgart 1960.
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