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Viriathus

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Viriathus (* um 180 v. Chr.; † 139 v. Chr.; portugiesisch Viriato) war der Führer eines bedeutenden Aufstandes des keltiberischen Stammes der Lusitaner gegen die Römer. Er galt als meisterhafter Guerillakämpfer und wurde nach seinem Tod zum Symbol für den Freiheitskampf eines unterdrückten Volkes.

Inhaltsverzeichnis

Zeitgeschichtlicher Hintergrund

Nach dem Zweiten Punischen Krieges hatten sich die Römer auf der iberischen Halbinsel festgesetzt, dort 197 v. Chr. zwei Provinzen eingerichtet und das Land so dem Römischen Reich einverleibt.

Dagegen gab es von Anfang an Widerstand der dort lebenden keltiberischen Stämme. Ein erster Aufstand (Keltiberischer Krieg, 197179 v. Chr.) schlug fehl. 154 v. Chr. begann dann ein neuer großer Aufstand gegen die Römer, der sogenannte Spanische Krieg. Im Rahmen dieses Aufstandes erhob sich auch der Stamm der Lusitaner. 150 v. Chr. täuschte der römische Praetor Servius Sulpicius Galba die Führer der Lusitaner und richtete ein Massaker an deren Stamm an, dem die Mehrzahl seiner Mitglieder zum Opfer fiel.

Leben

Der um 180 v. Chr. geborene Viriathus war einer der wenigen, die dieses Gemetzel überlebten. Er wurde daraufhin zum unbestrittenen Anführer der Lusitaner. Seine Armee konnte 147 v. Chr. die Römer besiegen und eroberte noch im selben Jahr das Baetistal. Bis 146 v. Chr. kontrollierte er weite Teile der Provinz Hispania ulterior, musste aber bereits zwei Jahre später das Baetistal wieder aufgeben. Nach einer verheerenden Niederlage des römischen Prokonsuls Quintus Fabius Maximus Aemilianus im Jahr 140 v. Chr. mussten die Römer Viriathus als unabhängigen Herrscher anerkennen. Ihm wurde sogar der Ehrentitel eines Freundes des römischen Volkes zuerkannt.

Bereits 139 v. Chr. brach aber der neue römische Befehlshaber Quintus Servilius Caepio den ausgehandelten Frieden. Die von Viriathus zu Caepio gesandten Boten wurden von diesem bestochen und ermordeten Viriatus bei Lorica Loriga. Nach seinem Tode brach der Aufstand der Keltiberer rasch zusammen.

Zitat

Viriatus in Hispania, primum ex pastore venator, ex venatore latro, mox iusti quoque exercitus dux factus, totam Lusitaniam occupavit, M. Vetilium praetorem fuso eius exercitu cepit, post quem C. Plautius praetor nihilo felicius rem gessit; tantumque terroris is hostis intulit, ut adversus eum consulari opus esset et duce et exercitu.

Viriatus besetzte in Spanien, nachdem er vom Hirten zum Jäger, vom Jäger zum Räuber und bald zum Führer eines richtigen Heeres geworden war, ganz Lusitanien. Er nahm Marcus Vetilius, nachdem er sein Heer in die Flucht geschlagen hatte, gefangen. Nach ihm führte der Praetor Gaius Plautius die Sache um nichts erfolgreicher weiter. Solchen Schrecken verbreitete dieser Feind, dass es gegen ihn sowohl eines konsularischen Führers als auch Heeres bedurfte.

(Titus Livius 52, 14ff, Übersetzung nach E. Gottwein)

Weblinks

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