Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Viola d'amore

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Viola d'amore
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/0/06/Viole_amour.JPG': No such file or directory.
Klassifikation
Streichinstrument
Tonumfang
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: convert: unable to open image `/var/www/kefk/w/images/9/97/Range_viola_damore.png': No such file or directory.

(Normalstimmung)
verwandte Instrumente:
Gambe, Bratsche, Violine,
Hardangerfiedel, Viola all' Inglese
Klangbeispiel:
Ariosti: 7 Sätze aus Suite
Musiker
Siehe: Liste von Violinisten
oder: Kategorie:Violinist

Die Viola d'amore ist ein historisches Streichinstrument. Sie ist etwas länger und breiter als die Bratsche und wird beim Spielen wie eine solche gehalten. Sie unterscheidet sich äußerlich von der Bratsche durch die verschnörkeltere Korpusform sowie die Anzahl der Saiten und deren Stimmung. Der Korpus steht jedoch strukturell dem der Viola da gamba-Familie näher, d.h. er hat wie diese stumpf auslaufende C-Bügel, C-Löcher statt F-Löcher, hängende Schultern und einen glatten Boden, der bei einigen Instrumenten auch gewölbt ist.

Üblicherweise besitzt die Viola d'amore 5-7 Spielsaiten meist aus Schafsdarm, die tiefen Saiten sind in der Regel umsponnen. Diese verleihen dem Instrument einen hellen und silbrigen Klang, der im 17. und 18. Jahrhundert, wie es der Name des Instruments ausdrückt, als "lieblich" charakterisiert wurde. So beschreibt Johann Mattheson in seinem Das neu-eröffneten Orchestre (1713) das Instrument mit den Worten: "Die verliebte Viola d'Amore, Gall. Viole d'Amour, führet den lieben Nahmen mit der That / und will viel languissantes und tendres ausdrücken ... Ihr Klang ist argentin oder silbern / dabey überaus angenehm und lieblich ...". Leopold Mozart schreibt in seiner Violinschule über die Viola d’amore: "Es ist eine besondere Art der Geigen, die, sonderlich bey der Abendstille, recht lieblich klinget." Zu dem Klang tragen auch die Resonanzsaiten bei, sofern es denn welche gibt. Den älteren, norddeutschen Instrumenten (Joachim Tielke, Hamburg; Christoph Meyer, Danzig; usw.) fehlen diese, während sie bei den zumeist jüngeren, süddeutschen eine typische Eigenheit darstellen.

Die Stimmung der Saiten war nie völlig einheitlich festgelegt und richtet sich üblicherweise nach dem jeweilig vorliegenden Musikstück. Meistens wurde sie jedoch in D-Dur (A-d-a-d’-fis’-a’-d’’) gestimmt. Zur Vereinfachung des Spiels wird häufig die Skordatur eingesetzt, somit ist die Viola d'amore ähnlich wie eine Violine zu spielen.

Die Resonanzsaiten aus Messing oder Stahl befinden sich unterhalb des Griffbretts und geben der Viola d'amore einen silbrig-hellen Klang, der länger nachhallt als bei einer Violine.

Nach einer Blütezeit vom 17. Jahrhundert bis etwa zum Ende des 18. Jahrhunderts geriet sie zunehmend in Vergessenheit. Einige Instrumente wurden gar zu Bratschen umgebaut.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es eine Renaissance der Viola d'amore.

In einigen Opern wird die Viola d'amore in Bühnenmusiken verwendet, so in

Auch von modernen Komponisten gibt es Werke für Viola d'amore:

Bibliographien der Literatur für Viola d'amore gibt es von Heinz Berck sowie Michael und Dorothea Jappe, den norddeutschen Typ des Instruments beschreibt vor allem Kai Köpp in seinen Publikationen.

Online-Partituren

Weblinks

Persönliche Werkzeuge