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Vierbergelauf

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Sörger Gruppe erreicht Lorenziberg
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Sörger Gruppe bei Mairist im Anmarsch auf den Magdalensberg
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Ankunft auf dem Magdalensberg
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Vierbergler umrunden die Kirche Magdalensberg
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Vierbergler startbereit auf dem Magdalensberg
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Kreuzbussen vor Sörg

Der Vierbergelauf ist eine 1578 erstmals beschriebene Wallfahrt über den Magdalensberg, Ulrichsberg, Veitsberg und Lorenziberg rund um St. Veit. Sie findet am „Dreinagelfreitag“ (benannt nach den drei Nägeln, mit denen Jesus ans Kreuz geschlagen wurde), dem zweiten Freitag nach Ostern, statt. Die über 50 km lange Strecke, die mit einer Mette am Magdalensberg beginnt, wird innerhalb von 17 Stunden zurückgelegt, wobei je nach Ausgangspunkt bis zu 2500 Höhenmeter zu überwinden sind.

Die Wallfahrer nehmen unterwegs an insgesamt fünf Messen und drei Andachten teil und sammeln dabei verschiedene Grünpflanzen (Bärlappe, Buchsbaum, Efeu, Fichte, Immergrün, Wacholder) für den Herrgottswinkel und beschenken am Wegrand sitzende Kinder mit Süßigkeiten.

Entgegen früheren Deutungen als ursprünglich heidnisch-keltischen Kult sieht die heutige Forschung die Vierberge-Wallfahrt im historischen Umkreis der Karfreitagsprozessionen und Christi-Leiden-Spiele, die im ausgehenden 15. Jahrhundert in formaler Analogie zur Jubiläumswallfahrt in Rom entwickelt wurden.

Tausende Teilnehmer aus ganz Kärnten, aus den anderen Bundesländern und dem benachbarten Ausland nehmen mittlerweile alljährlich an dieser traditionellen Wallfahrt teil.


Inhaltsverzeichnis

Kreuzträger und Vorbeter als Traditionsträger

Niemand scheint die Wallfahrt zu organisieren. Und doch gibt es ein, wenn auch nicht offensichtliches, Organisationsgefüge: die Kreuzträger und Vorbeter beziehungsweise Vorbeterinnen. Sie schreiten den einzelnen Gebetsgruppen voran. Sie kennen den Weg. Sie bestimmen das Tempo des Marsches. Sie denken an den Zeitablauf. Änderungen im Brauchgeschehen hängen zumeist von den Worten und Taten der Kreuzträger und Vorbeter ab.

Selten betet ein Kreuzträger auch vor. Diese müssen ihre Vorbeter erst suchen.

29 Rosenkränze sollten während des Laufes über die vier Berge gebetet werden. Die speziellen „Einschließgebete“, Fürbitten und Litaneien geraten immer mehr in Vergessenheit. Sie werden mangels an Kenntnis (fast) nicht mehr gebetet.

Generationen von Vorbetern und Kreuzträgern haben bereits jahrhundertelang die Menschen im Wandel der Zeiten über die vier Berge geführt.

Mythen

Bereits in keltischer Zeit sollen Wanderungen zu den vier heiligen Bergen, die im Besitz von vier Stämmen waren, stattgefunden haben. Als sich die vier Stämme zusammenschlossen, erfolgte als Ausdruck der Einigkeit einmal jährlich ein gemeinsamer Besuch aller vier Berge.

Fakten

Der legendäre Vorbeter Ferdinand Eicher, der diese Tradition über die Nazizeit bewahrt hat, musste sein Kreuz immer in St. Veit verstecken. 1945 sind außer ihm nur vier Frauen in der Metnitztaler Traditionsgruppe mitgegangen.

Weblinks

Literatur

  • Vinzenz Jobst: Vierbergelauf. Athos, ISBN 3-85129-410-6
  • Mag. Matthias Kapeller: Heilige Berge Kärnten-Slowenien-Friaul, Pressestelle der Diözese Gurk, Klagenfurt, Juli 2006
  • Bertl Petrei: Jahrtausende ziehen mit uns. Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 1986, ISBN 3-85366-488-1
  • Anton Wieser: Vom Weg über die heiligen Berge. Vierbergelauf in Kärnten. Eigenverlag, ISBN 3-9500713-0-X
Wikipedia
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