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Vielvölkerstaat

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Bild:Bevoelkerungsgruppen-Jugoslawien.png
Die Bevölkerungsgruppen Jugoslawiens 1991

Als Vielvölkerstaat bezeichnet man einen Staat, der von mehreren Völkern (im ethnischen Sinne) bewohnt wird. Keine Vielvölkerstaaten sind Staaten, die von nur einem Volk zahlenmäßig dominiert werden und höchstens kleinere Minderheiten anderer Völker aufweisen. Solche Staaten heißen Nationalstaaten (ggf. mit nationalen Minderheiten).

Zahlreiche Staaten der Gegenwart sind Vielvölkerstaaten. Geschichtlich sind sie, insbesondere was die Großreiche anbetrifft, eher die Regel als die Ausnahme. Dies gilt bis ins 20. Jahrhundert auch für weite Teile Europas. Insbesondere in Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa brachten erst unhistorische Grenzziehungen und sogenannte "ethnische Säuberungen" in Folge der Weltkriege stärker einheitliche Staaten hervor.

Inhaltsverzeichnis

Beispiele

Gegenwart

Beispiele für Vielvölkerstaaten in der Gegenwart sind:

Vergangenheit

Vielvölkerstaaten der Vergangenheit:

Zukunft

Durch die zunehmende Einwanderung nach Westeuropa bei gleichzeitigem Geburtenrückgang der alteingesessenen Bevölkerung werden sich dort in der Zukunft voraussichtlich weitere Staaten zu Vielvölkerstaaten entwickeln.

Literatur

  • Holm Sundhaussen: Experiment Jugoslawien. Von der Staatsgründung bis zum Staatszerfall. Mannheim 1993, ISBN 3-411-10241-1
  • Theorie-Wegweiser (Teil 1). Nation: Begriffsklärung und Darstellung verschiedener Analyseansätze. In: arranca! Nr. 15 [1]

Siehe auch

Wikipedia
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