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Vielstoffmotor

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Vielstoffmotoren sind im allgemeinen Dieselmotoren, die sich mit einer Vielzahl von Kraftstoffen betreiben lassen, beispielsweise mit Benzin, Petroleum, Kerosin, pflanzlichen Ölen, Alkohol und anderen, die teilweise eine sehr geringe Cetanzahl haben.

Sie unterscheiden sich leicht von Dieselmotoren, die für Dieselkraftstoff ausgelegt sind. Zum einen müssen technische Lösungen vorgesehen werden, um die Temperatur der Ladung so zu erhöhen, dass sich alle in Frage kommenden Stoffe innerhalb des zulässigen Zündverzugs von selbst zünden. Dies kann durch Erhöhen der Verdichtung oder eine Ansaugluftvorwärmung erfolgen. Eine Ansaugluftvorwärmung lässt sich durch Aufladung ohne Ladeluftkühler, Abgasrückführung oder elektrische Heizung im Ansaugtrakt erreichen. Unterstützend wird dabei eine Zündkerze oder eine Glühkerze im Brennraum eingesetzt.

Des Weiteren muss die Einspritzpumpe an den Schmierölkreislauf angeschlossen werden, da einige der Kraftstoffe keine Schmierwirkung haben. Schließlich werden alle Dichtungen so ausgelegt, dass sie durch die Kraftstoffe nicht angegriffen werden.

Beispiele: M-Motor, Elsbettmotor, Glühkopfmotor

Anwendungen

Vielstoffmotoren werden heute hauptsächlich im militärischen Bereich angewandt, um möglichst unabhängig von den zur Verfügung stehenden Kraftstoffen zu sein, so verfügen einige Fahrzeuge der Bundeswehr über Vielstoffmotoren.

In geringer Zahl finden sich Vielstoffmotoren auch im privaten Bereich. Als Stromlieferanten dienen sie abgelegenen Höfen, in Blockheizkraftwerken liefern sie Energie und Wärme. Umgerüstete Automobile sind weitgehend unabhängig vom Kraftstofftyp. Glühkopfmotoren finden sich in altertümlichen Traktoren und Schiffsdieseln. Die auf Schiffen häufig eingesetzten Schwerölmotoren (Dieselmotoren) können auch als technische Variante betrachtet werden.

Siehe auch

Wikipedia
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