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Video2000
Aus Kefk.
| Video2000 | |
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| Bild:Vr2020.jpg | |
| Bandbreite: | ½ Zoll (2 × ¼ Zoll)
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| Farbe: | herabgesetzte Farbe
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| Ton: | Längsspur (Stereo)
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| Laufzeit: | 2-4 Stunden (pro Seite)
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| Einführung: | 1979 |
Video 2000 ist ein System für die Aufzeichnung von Videobildern auf Magnetband. Es wurde von den Firmen Grundig und Philips entwickelt.
Video 2000 konnte sich auf dem Markt gegen die Konkurrenten VHS und Betamax nicht durchsetzen. Obwohl es leistungsmäßig überlegen war, hatten die Geräte wegen einer übereilten Markteinführung anfangs mechanische Konstruktionsmängel, die dem System einen schlechten Ruf einbrachten. Zudem erwies sich die Marktpolitik des VHS-Entwicklers JVC, Lizenzen zur Produktion zu vergeben, als durchsetzungsfähiger. Ein weiterer Grund war das Verbot des Philips-Konzerns, Pornographie über Video 2000 anzubieten, ähnlich wie bei Laserdisc. Bei VHS gab es dagegen reichlich pornographische Angebote, welche unter anderem VHS angeblich zum Durchbruch verhalfen. Das Format wurde 1979 eingeführt und bereits 1988 wieder eingestellt. Ein deutlicher Vorteil des Systems war, dass man die Kassetten wie normale Audiokassetten wenden und so auf einem Band acht Stunden Film unterbringen konnte, mit den longplayfähigen Geräten der letzten Generation sogar 16 Stunden.
Inhaltsverzeichnis |
Technischer Kurzüberblick
- Band: ½ Zoll (2 Spuren à ¼ Zoll)
- Farbe: herabgesetzte Farbe (color under)
- Ton: Längsspur (Stereo)
- Besonderheiten:
- DTF-Spurnachführung
- APF-Suchlauf
- Echtzeitzählwerk mit Bandstellenvermessung (letzte Generation)
- Störfreier Bildsuchlauf
- 16 Stunden Spielzeit pro Kassette im Longplay-Modus
Geschichte
Video 2000 war eine Weiterentwicklung des VCR-Systems. VCR gab den Firmen die Möglichkeit, an zahlreichen Techniken der Kapazitätssteigerung (Faktor 1:4) zu arbeiten. Video 2000 war in gewisser Weise ein krönender Abschluss dieser Arbeit. Die Bezeichnung VCR blieb auch bei einigen Video-2000-Rekordern erhalten.
Video 2000 im Krieg der Videoformate
Durch die erst relativ spät erfolgte Markteinführung des Video 2000-Systems hatte es Video 2000 sehr schwer, sich gegen die Formate VHS und Betamax durchzusetzen. Obwohl das Video-2000-Format in einigen Bereichen technisch überlegen war, konnte es einige Schlüsseleigenschaften von VHS und Betamax nicht erreichen:
- Bei der Markteinführung von Video 2000 hatten VHS und Betamax bereits große Marktanteile gewonnen, außerdem gab es schon Videotheken mit vorbespielten VHS- und Betamax-Kassetten. Gerade über das Verleihgeschäft wurde letztlich das aus Kundensicht minderwertigste System VHS marktpolitisch so gestärkt, dass die Systeme Video 2000 und Betamax letztlich vom Markt gedrängt wurden.
- Betamax hatte eine etwas bessere Bildauflösung. Die Filmbranche ... hätte schon den Videorekorder sehr gerne zum illegalen Raubkopierutensil deklariert. Sony bekam den geballten Ärger Hollywoods zu spüren; erst 1984 wurde der private Videorekorder im sogenannten Betamax-Urteil legalisiert. Dieser Sieg hatte Sony jedoch so viel Zeit und Geld gekostet, dass inzwischen das technisch eigentlich schlechtere, doch von solchen Quereleien unbelastete Video-Home-System (VHS) von JVC den Markt erobert hatte. Artikel von Telepolis (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19813/1.html)
- VHS- und Betamaxrekordern wurden größere Zuverlässigkeit "nachgesagt".
- Bei den ersten Rekordern kam es zu Problemen, wenn eine Video 2000-Kassette auf einem Rekorder abgespielt wurde, auf dem diese aber nicht aufgenommen wurde. Außerdem konnte es dann zu Problemen mit der DTF-Spurnachführung kommen, die bis zum Untergang von Video 2000 nicht völlig gelöst werden konnten.
- VHS und Betamax führten Mitte der 80er Hi-Fi-Stereo-Aufnahmen ein, während Video 2000 bis zur Produktionseinstellung im Jahre 1984 nur linear Stereo-Aufnahmen beherrschte.
- Aus heutiger Sicht, vergleicht man alte Bandaufzeichnungen der Systeme Video 2000, Betamax und VHS, ist Video 2000 mit Abstand das beste System. Aufnahmen mit einem Alter von über 20 Jahren sehen aus wie eine Neuaufnahme, wohingegen Betamax- oder gar VHS-Aufnahmen aufgrund von Bildstörungen/Farbrauschen oder gar schlechter Auflösung "glänzen".
- Besonders positiv bei Video 2000 ist das patentierte Autotracking. Hier sind selbst fremdbespielte alte Bandaufzeichnungen einwandfrei abspielbar. Schon mit den ersten Video 2000-Rekordern ist ein Bildsuchlauf absolut störzonenfrei.
Technik
Ein Unterschied zu VHS war, dass man die Kassette beidseitig bespielen konnte (weshalb es eigentlich ein ¼-Zoll-Format war).
Das wirklich Revolutionäre an diesem Format war, dass es vollständig ohne Steuerspur auskam. Diese Spur wird normalerweise benutzt, um die Spurlage des Kopfrades zu steuern. Video 2000 benutzte aber spezielle Signale, um die Spurlage zu bestimmen. Diese Technik wurde auch in Video 8 benutzt. Zusätzlich wurden die Videoköpfe an piezoelektrischen Elementen befestigt, so dass sie die Videospuren präzise nachfahren konnten. Dies sorgte auch für störstreifenfreien Bildsuchlauf. Das Kopfrad hatte etwa die Größe eines VHS-Kopfrades.
Weblinks
- Video 2000 Informationen
- Infos zu MiniVideo2000
- V2000 PALsite - mehr als 70 Seiten über Video-2000-Informationen (Englisch)
- Reparatur-Tipps für einige Grundig Video 2000 (und andere) Rekorder
- Reparatur-Tipps für Philips Video 2000 (und andere) Rekorder
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