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Verzwergung

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Verzwergung ist ein allgemeines evolutionäres Phänomen der Anpassung von Arten an bestimmte Umweltbedingungen. Dabei kommt es zu einer Miniaturisierung und teilweise zu einer Reduktion von Organen. Ursache ist eine Verkleinerung des Lebensraumes und eine Beschränkung des Nahrungsangebotes, die sich nicht nur in einer temporären, phänotypischen Anpassung ausdrückt, sondern durch Selektionsdruck auch genotypisch verankert wird. Voraussetzung dafür ist eine Isolation des Lebensraumes, der über lange Zeiträume zur Herausbildung von verzwergten Unterarten und Arten führt. Speziell wurde das Phänomen in Zusammenhang mit dem verkleinerten Lebensraum und beschränkten Nahrungsangebot auf Inseln beobachtet (Inselverzwergung).

Die Verzwergung ist besonders für die Abstammungslinien der Wirbeltiere untersucht worden, wo sie in der Verkleinerung der Skelettelemente z. B. bei den ausgestorbenen Zwergelefanten besonders auffällig ist. Häufig sind verkleinerte Arten auch bei Knochenfischen zu finden, zu denen auch das kleinste rezente Wirbeltier (Paedocypris progenetica) zählt (Verzwergung bei Knochenfischen).

Siehe auch: Tiefseegigantismus

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