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Verteilungsfunktion
Aus Kefk.
In der Wahrscheinlichkeitstheorie kann die (kumulative) Verteilungsfunktion F(x) verwendet werden, um die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer reellen Zufallsvariable X zu beschreiben. In der Regel spricht man einfach von einer Verteilungsfunktion. Die explizite Kennzeichnung als kumulativ kann helfen, Verwechslungen mit der Wahrscheinlichkeitsfunktion oder Dichtefunktion zu vermeiden.
Inhaltsverzeichnis |
Definition
Die Verteilungsfunktion einer Zufallsvariablen ist diejenige Funktion, die angibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Zufallsvariable einen Wert kleiner oder gleich x annimmt:
(
)
Eigenschaften von Verteilungsfunktionen
Jede Verteilungsfunktion
hat folgende Eigenschaften:
- F ist monoton steigend.
- F ist rechtsseitig stetig.
und
.
Rechnen mit Verteilungsfunktionen
Ist von einer Zufallsvariablen die Verteilungsfunktion bekannt, so kann man die Wahrscheinlichkeit berechnen, mit der die Zufallsvariable Werte zwischen zwei reellen Zahlen annimmt:
- Beispiel
Beim Würfeln errechnet sich die Wahrscheinlichkeit eine Zahl zwischen 3 und 5 einschließlich zu würfeln zu
.
Überlebenswahrscheinlichkeit
Beschreibt die Verteilungsfunktion
die Wahrscheinlichkeit für die Lebensdauer eines Systems zum Zeitpunkt t, dann erhält man die Wahrscheinlichkeit für das Überleben zu
.
Bezieht man sich nicht auf den Zeitpunkt 0, sondern auf einen späteren Zeitpunkt t0 > 0, dann erhält man die bedingte Überlebenswahrscheinlichkeit
.
Mit der Beziehung für die Überlebenswahrscheinlichkeit ergibt sich sofort eine Beziehung für die Restlebensdauer
.
Weiteres
Verteilungsfunktionen können zur Definition der Konvergenz in Verteilung verwendet werden und spielen bei der Inversionsmethode eine Rolle.
Durch die Folge der relativen Summenhäufigkeiten wird die empirische Verteilungsfunktion bestimmt.
