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Verständigung
Aus Kefk.
Verständigung ist die Kommunikation mit anderen Menschen.
Eine Verständigung kann bedeuten:
- Das Sich-Verstehen durch Wahrnehmung und gedankliche Verarbeitung der Informationen (gemeinsamer Code), z.B. durch Hinterfragen und Paraphrasieren.
- die Verständigung im Sinne einer Mitteilung (z. B. „eine Person verständigen“) oder
- das Finden eines Konsenses.
Über die einfache Zeichenübermittlung von einem Kommunikationspartner (Sender) an einen zweiten (Empfänger) hinaus beinhaltet Verständigung zumindest eine Rückmeldung (engl. feedback) des Empfängers an den Sender. In der Regel besteht ein Verständigungsprozess neben einem Interpretandum (Äußerung des ersten Kommunikationspartners) und einer Interpretation (Bezugnahme des zweiten Kommunikationspartners) auch aus einer Qualifikation des ersten Kommunikationspartners – also einer Rückmeldung darüber, inwieweit er sich durch die Interpretation verstanden sieht.
Elementare Verständigungsprozesse finden sich bereits in der Tierwelt, wo z.B. ein Entenküken der Mutter auf deren Ruf hin erst folgt, nachdem diese ihrerseits auf einen Pieplaut des Kükens reagiert hat. Insofern können Kommunikationsmodelle, die keine wechselseitige Bezogenheit der Beteiligten beinhalten, das Phänomen der Verständigung letztlich nicht erklären.
Siehe auch
- Meldung
- QSL
- Funkverkehr
- Körpersprache, Nonverbale Kommunikation (Gestik, Mimik)
- Metakommunikative Kompetenz, Interkulturelle Kompetenz
Literatur
- Foppa, K. (1984): Redeabsicht und Verständigung. Manuskripte 23, 73-76.
- Galliker, M. & Weimer, D. (2006): Psychologie der Verständigung: Eine Einführung in die kommunikative Praxis. Stuttgart: Kohlhammer. ISBN 3-17-018848-8
- Käsermann, M.-L. (1995). Emotion im Gespräch. Bern: Huber. ISBN 3-456-82643-5
- Spitz, R.A. (1987): Vom Dialog: Studien über den Ursprung der menschlichen Kommunikation und ihre Rolle in der Persönlichkeitsbildung. Berlin: Ullstein TB-Verlag. ISBN 3-54839030-7
