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Vermarkung
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Unter Vermarkung (oder Stabilisierung) wird im Vermessungswesen bzw. der Geodäsie das dauerhafte Einbringen oder Anbringen einer Messmarke für einen Festpunkt, Grenzpunkt oder sonstigen Vermessungspunkt verstanden.
Das bekannteste Beispiel einer Vermarkung ist der Grenzstein. Bestimmte Arten der Vermarkung dienen gleichzeitig der Signalisierung - das heißt der Sichtbarmachung aus größerer Distanz. Als Beispiel hierfür seien genannt:
Bild:Grenzmarken-modern.jpg
Moderne Grenzabmarkung bei Windischleuba, Landesgrenze Thüringen-Sachsen
- Kirchturm-Kreuz oder Knauf (Kugel unter dem Turmkreuz)
- Pyramide bzw. Triangulationssäule, Gipfelkreuz (im Netz erster Ordnung)
- Stangensignal (5-10 cm starkes, 3-5 m hohes Metallrohr mit kontrastreicher Zielmarke)
- Fluchtstange im Lattenstativ (vorübergehend auf Messpunkten)
- Mire (eine meist beleuchtbare Bezugsrichtung).
Weitere Beispiele für dauerhafte Vermarkung:
- Pfeiler für trigonometrische Punkte
- Pfeiler für Höhenfestpunkte
- Höhenbolzen bzw. Turmbolzen (an stabilen Mauern, stabilen Gebäuden wie z. B. Kirchtürmen)
- Höhenmarke an stabilen Gebäuden
- Eisenrohr mit Kappe
- Gabelpunkt (Doppelmarke an Mauern)
- Nagel (in verschiedenen Materialien)
- Bolzen im Boden
- Pinne
- Meißelkreuz, Felskreuz.
Beispiele für eine nicht dauerhafte, zeitweilige Vermarkung:
- Fluchtstange - bei fast jeder Vermessung
- Exzenter - bei sichttoten Räumen
- Holzpflock - zum Beispiel für Absteckungen oder zum besseren Auffinden eines Messpunktes.
Siehe auch: Abmarkung, Absteckung,
