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Vergleichende Politikwissenschaft
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Die Vergleichende Politikwissenschaft (engl: Comparative Politics; früher: Vergleichende Regierungslehre, auch: Vergleichende Analyse politischer Systeme, Vergleichende Systemlehre, Komparatistik) ist eines der primären Forschungsfelder in der Politikwissenschaft. Der Inhaltsbereich des Faches definiert sich im Wesentlichen über die Methode, die zur Anwendung kommt. Es handelt sich hierbei um den Systemvergleich, welcher selten implizit und meist explizit durchgeführt wird. Die zu vergleichenden Gegenstände sind meist Staaten, es kann sich hierbei aber auch um sonstige Kollektivgebilde handeln.
Inhaltsverzeichnis |
Ziele
Als Ziele der Vergleichenden Politikwissenschaft werden genannt:
- die Beschreibung und Systematisierung von Beobachtungen (Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede finden, Zusammenhänge verstehen)
- die Reduzierung von Komplexität und Generalisierung (Bildung von Klassifikationen und Typologien)
- die Entwicklung und Überprüfung von Hypothesen (Theorie bilden und testen)
- das Voraussagen von (am Modell prognostizierten) Entwicklungen (Vgl.: Lauth, Hans Joachim; Wagner, Christoph: Gegenstand, Kategorien und Forschungsfragen. In: Lauth, Hans-Joachim (Hrsg.): Vergleichende Regierungslehre, Wiesbaden 2002, S. 17.).
Methoden der Vergleichenden Politikwissenschaft
Die Methode der Vergleichenden Politikwissenschaft ist schon vom Namen her die Methode des Vergleichs. Hierbei werden jedoch verschiedene Kategorien unterschieden:
- Fallstudienvergleich
- Vergleichende Methode
- Statistische Methode
- Einzelfallstudien
Siehe auch: Vergleichende Methode.
Literatur
- Detlef Jahn: Einführung in die vergleichende Politikwissenschaft, 2006. ISBN 3-8100-3894-6
- Wolfgang Ismayr: Die politischen Systeme Westeuropas, 3. Aufl., 2003. ISBN 3825280993
- Wolfgang Ismayr: Die politischen Systeme Osteuropas, 2. Aufl., 2004. ISBN 3825281868
- Lehner/Widmaier: Vergleichende Regierungslehre. Wiesbaden, 2005. ISBN 3810031992
