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Verdrängungseffekt

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Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel erläutert den ökonomischen Verdrängungseffekt; andere Bedeutungen unter Verdrängungseffekt (Begriffsklärung)

Der Verdrängungseffekt (auch Crowding-out-Effekt) ist ein zentraler Begriff der VWL. Er bezeichnet die Verdrängung privatwirtschaftlicher Tätigkeit durch den Staat.

Verdrängungseffekte auf dem Finanzmarkt

Dieser Verdrängungseffekt beschreibt die Verdrängung privater Investitionen durch staatliche Ausgabensteigerungen.

Der Zusammenhang ist dadurch gekennzeichnet, dass in einer Volkswirtschaft mit steigenden Staatsausgaben zum einen das Bruttonationaleinkommen steigt, und damit einhergehend auch die Nachfrage nach Geld zunimmt. Die Geldnachfragekurve wird in einem Angebots-Nachfrage Diagramm also nach rechts verschoben. Aufgrund des steilen Verlaufs der Geldangebotskurve (geringe Zinselastizität des Geldangebots) führen somit bereits kleine Steigerungen der Geldnachfrage zu einer überproportional großen Erhöhung der Zinsen. Dieser Zinsanstieg wiederum hat zur Folge, dass private Unternehmen, die sich auf dem Kapitalmarkt verschulden möchten, um Investitionen zu tätigen, sich nun einem für sie nicht mehr akzeptablen Zinsniveau gegenübersehen. Die privaten Unternehmen werden also aus dem Kapitalmarkt herausgedrängt. Sie können es sich nun nicht mehr leisten Geld zu entleihen, um die beabsichtigte Investition zu tätigen.

Der Zinsanstieg muss also letztlich zu rückläufigen privatwirtschaftlichen Investitionen führen.

Wie stark der Rückgang der Investitionen ausfällt, hängt von der Zinselastizität der Investitionsnachfrage ab. Da im Monetarismus, im Gegensatz zur Theorie nach Keynes, eine große Zinselastizität der Investitionsnachfrage unterstellt wird, wirkt sich ein Zinsanstieg hier besonders negativ aus. Der Investitionsrückgang wird also in der monetaristischen Theorie besonders stark ausfallen.

Der vorgenannte Zusammenhang ist das zentrale Argument, mit welchem aus Sicht des Monetarismus die Fiskalpolitik als Beeinflussungsinstrument abzulehnen ist.

Verdrängungseffekte auf dem Arbeitsmarkt

Staatliches Handeln sorgt nach Ansicht liberaler Ökonomen auch auf dem Arbeitsmarkt für eine Verdrängung privatwirtschaftlichen Handelns. So führt die Bereitstellung staatlich finanzierter Arbeitsplätze (beispielsweise über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder Ein-Euro-Jobs) zu einem anteilsmäßigen Rückgang an Arbeitsplätzen in der freien Wirtschaft. Um Verdrängungseffekte zu vermeiden, werden derartige staatliche Zuschüsse oft nur für solche Arbeitsplätze ausgezahlt, für die keine Gefahr eines solchen Crowding outs bestehen.

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