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Vektormodulation

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Durch Vektormodulation kann auf einem vorhandenen Träger begrenzter Bandbreite gegenüber herkömmlichen Modulationsverfahren ein erweiterter Informationsumfang übertragen werden. Ebenso ist der Begriff Vektormodulation in der Antriebstechnik gebräuchlich. Hier handelt es sich jedoch nicht um eine Informationsübertragung, sondern um eine Modulierung des Raumvektors im Rahmen einer Vektorregelung zur Erzielung von möglichst idealen Eigenschaften bei Elektromotoren.

Vektormodulation in der Nachrichtentechnik

Bekannte analoge Modulationsverfahren aus der herkömmlichen Farbfernsehtechnik basieren auf der Vektormodulation. Hierzu gehören das PAL (Bildformat), NTSC oder SECAM. Hier wird die Farbinformation aus der Differenz zu den s/w Signalen aufmoduliert, bzw. später auch wieder zurückgewonnen. Zur Darstellung von analogen Bildmodulationsverfahren gibt es mit dem Vektorskop ein besonders spezialisiertes Messgerät.

Äquivalent zum Analogfernsehen gibt es für das Digitalfernsehen digitale Vektormodulationsverfahren. Zur Modulation und Demodulation der digitalen Verfahren sind in der Regel Mikroprozessoren oder hochintegrierte ICs mit Softwareunterstützung erforderlich. Deshalb kommen diese Verfahren erst in neuerer Zeit zur praktischen Anwendung.

Wegen der natürlich bedingten Frequenzknappheit im Funkbereich finden digitale Modulationsverfahren jetzt auch außerhalb der Fernsehtechnik in der allgemeinen Daten und Nachrichtentechnik zunehmende Verwendung. Die bekanntesten digitalen Vektormodulationen sind AFSK, (Frequency Shift Keying), QPSK, APSK, (Phase Shift Keying), QAM, (Quadraturamplitudenmodulation), DMT, OFDM (Multiplex auf mehreren Trägern). Messgeräte zur Analyse der digitalen Modulationsverfahren werden als Vektoranalyser bezeichnet.

Vektormodulation in der Antriebstechnik

In der Antriebstechnik wird für die Modulation des Raumvektors wegen der erforderlichen Rückkopplung zur Maschine meist der Begriff Vektorregelung benutzt. Darüber hinaus existieren bei verschiedenen Firmen weitere proprietäre Bezeichnungen. So wurde die Vektormodulation bei der Fa. Siemens unter der Bezeichnung Transvektorregelung ab ca. 1970 erforscht. Die aktive Vermarktung durch Siemens findet unter anderem bei der Luftspaltregelung des Transrapid Linearmotors statt.

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