Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.


Valenz

Aus Kefk.

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild:Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt ausschließlich die Valenz in der Soziologie. Für andere Bedeutungen siehe Wertigkeit.

Der Begriff Valenz (lat. für Wertigkeit) bezieht sich in der Soziologie im Sinne von Norbert Elias auf Verflechtungsbeziehungen interdependenter Menschen, die aufeinander ausgerichtet und angewiesen sind (auch Figuration genannt). Deswegen kann Valenz in der Soziologie nur im Plural als Valenzen gedacht werden.

Eine Valenz bezieht sich auf affektive Verbindungen von Menschen zu Menschen, anderen Lebewesen oder Symbolen. Eben alles, was für Menschen Bedeutung hat. Noch angemessener wäre es, entgegen den statischen Sprech- und Denkgewohnheiten, davon zu sprechen, dass Menschen selbst diese Valenzen bilden, ja sogar sie sind.

Eine Valenz "zwischen" zwei Menschen sind mindestens zwei Beziehungen. Einmal die von Person A zu Person B und zum anderen die Beziehung von Person B zu Person A.

In der Sprachwissenschaft bezeichnet "Valenz" die Fähigkeit eines Wortes (meist eines Verbs), andere Wörter an sich zu binden. Diese Theorie geht zurück auf Lucien Tesnière.

Literatur

  • Elias, Norbert, Was ist Soziologie?, München 1970
  • Elias, Norbert, Engagement und Distanzierung. Arbeiten zur Wissenssoziologie I, hrsg. und übers. von Michael Schröter, Frankfurt/M 1983
  • Elias, Norbert, Die Gesellschaft der Individuen, hrsg. von Michael Schröter, Frankfurt/M 1987

Siehe auch:

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Valenz, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge