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Valencia (Region)

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Comunitat Valenciana / País Valencià
Karte
Bild:Locator map of Valenciana.png
Basisdaten
Hauptstadt Valencia
Amtssprachen Valencianisch und Spanisch
Bevölkerung 4.326.708 (2003)
 - Anteil an Spaniens
Gesamtbevölkerung
10,3 %
 - Rang in Spanien Rang 4 von 17
 - Dichte 186 Einw. / km²
Fläche 23.255 km²
 - Anteil an Spaniens
Gesamtfläche
4,6 %
 - Rang in Spanien Rang 8 von 17
Ausdehnung Nord-Süd: bis 330 km
West-Ost: bis 101 km
Autonomiestatut vom 10. Juli 1982
Präsident der
Generalidad Valenciana
Francisco Enrique Camps Ortiz (PP)
Parlamentarische Vertretung
 - im span. Kongress 32 Sitze
 - im span. Senat 5 Sitze
Gliederung 3 Provinzen
32 Comarcas
ISO 3166-2 ES-VC
Generalidad Valenciana

Das Land Valencia (amtlich valencian. Comunitat Valenciana, span. Comunidad Valenciana; inoffiziell auch valencian. País Valencià, span. País Valenciano) ist eine an der Mittelmeerküste gelegene Autonome Gemeinschaft Spaniens. Es grenzt im Norden an Katalonien, im Westen an Aragonien und Kastilien-La Mancha sowie im Süden an Murcia und umfasst die drei Provinzen València, Alacant und Castelló. Hauptstadt der Autonomen Gemeinschaft ist die Stadt València.

Das Territorium der 1982 gebildeten Autonomen Gemeinschaft ist größtenteils identisch mit demjenigen des ehemaligen Königreiches Valencia, das zur Krone Aragonien gehörte.

Inhaltsverzeichnis

Sprachen

Der größte Teil der Region gehört zum Sprachgebiet des Valencianischen, das zum Katalanischen gehört. Valencianisch ist neben dem Spanischen Amtssprache. Die Bevölkerung an der Küste spricht vorwiegend Valencianisch, während im Landesinneren meist Spanisch gesprochen wird.

Politische Gliederung

Die Autonome Gemeinschaft Valencia umfasst die drei Provinzen Alicante, Castelló und Valencia, die sich ihrerseits in insgesamt 32 Comarcas (Bezirke) und die Municipios (Städte) gliedern lassen.

Siehe auch Liste der Comarcas in der Region Valencia

Die wichtigsten Institutionen, welche die Autonome Gemeinschaft Valencia regieren und verwalten und zusammen die Generalidad Valenciana, die Verwaltung, bilden, sind folgende:

- Das autonome Parlament mit den legislativen Funktionen, welches im Falle Valencias "Corts Valencianes" heißt;

- Die Regierung mit den exekutiven Funktionen, mit dem Gouverneur (in Valencia: "Govern Valencia") und dem Präsidenten ("President de la Generalitat Valenciana");

- Sowie dem Gericht, mit den judikativen Funktionen, (Valencia: "El Tribunal Superior de Justicia de la Communitat Valenciana")

Bild:Es valencia cullera 1.jpg
Blick von Cullera südostwärts Richtung Denia.

Feste und Feiertage

In einigen Städten werden die Fiestas "Moros y Cristianos" (Mauren und Christen) gefeiert, mit denen der Schlachten zwischen den muslimischen und christlichen Heeren in der Region im spanischen Mittelalter gedacht wird. Im März werden ferner in vielen Orten die Fallas gefeiert, vor allem in der Provinz Valencia. Alicante ist für die im Juni gefeierten Hogueras de San Juan berühmt. Im März wird in Castelló die Magdalena gefeiert; in Elx das Misterio de Elche. In der Kleinstadt Bunyol (ca. 40 km von Valencia aus Richtung Madrid) findet jährlich Anfang August die wohl weltgrößte Tomatenschlacht statt.

Bild:ES Valencia Chulilla.jpg
Das Dorf Chulilla, ca. 50 km östlich von Valencia

Feiertage in der Autonomen Gemeinschaft Valencia sind (2004):

  • 19. März - St. Josef - Fallas in Valencia
  • 12. April - Ostermontag
  • 9. Oktober - Tag der Autonomen Gemeinschaft Valencia

Zu diesen Feiertagen kommen noch neun spanische Nationalfeiertage hinzu sowie zwei lokale Gemeindefeiertage.

Wirtschaft

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Region Valencia einen Index von 90 (EU-25:100) (2005). [1]


Wirtschaftsentwicklung in Spanien seit Ende des Bürgerkrieges

Spanien verpasste im 19. Jh. Agrarreformen und somit Anschluss an die industrielle Revolution. Nach dem Bürgerkrieg errichtete Franco ein autarkes Wirtschaftsmodell (unabhängig vom Ausland; kein Durchführen von Im- und Exporten)

Phasen der Wirtsschaftsentwicklung:

1.) Phase der Stagnation und Not (1939-1951)

  • staatliche Kontrolle über die Wirtschaft
  • hohe Selbstversorgung
  • Staat kontrolliert die Staats- und Landwirtschaftpreise
  • hohe Inflationsrate: 1940-1950 stiegen die Preise um 30%
  • keine freie Marktwirtschaft

2.) Phase (1950-1959)

  • Stützunktabkommen, US-Kredite
  • leichte Verbesserung
  • die USA bekommt Interesse an Spanien aufgrund des Kalten Krieges
  • 1951: Kredite der USA; für: Landwirtschaftsproduktionen, Rohstoffe, Maschinen
  • 1953: Stützpunktabkommen (es fließen in den folgenden Jahren 1,2 Milliarden US$ nach Spanien)

3.) Phase der Internationalisierung (1959-1975)

  • Stabilisierungsplan
  • Pesetenabwertung
  • freie Wirtschaft
  • 2 Drittel öffentlicher Gelder flossen in die Infrastruktur
  • Ziel: Kapitalismus und Handelsfreiheit
  • zw. 1960 und 1974:
  • wichtiger Prozess in Spanien: vom Entwicklungsland zur Industrienation
  • Auslandsinvestitionen, Tourismus

4.) Phase (1975-1985)

  • Rückfall und Stabilisierung
  • EG-Beitritt (lockt Kapitalanleger)
  • starker Anstieg der Arbeitslosenquote (1082: 16%)
  • starke Landflucht

5.) Phase (ab 1985)

  • Spanien entwickelt sich zu einer wichtigen Industrienation
  • bis 1999: flossen 65 Milliarden DM Unterstützungsgelder nach Spanien, um die vor allem die Infrastruktur *aufzubauen



Traditionelle Wirtschaftstrukturen in der Comunidad Valencia

  • Geographische Gegebenheiten:
  • Klima z. Zt. der Römer:
  • es gab viel mehr Vegetation
  • evtl. ganze Wälder
  • Getreide wurden in Spanien, Afrika, Sizilien angebaut
  • es herrschte ein eher gemäßigtes Klima wie in Deutschland vor
  • also: ganz andere Rahmenbedingungen vor 2000 Jahren
  • Eis (zeitliche) Vergletscherung bis zu den Pyränen
  • Inwertsetzung des Raumes durch die Römer und Araber
  • Intensive Belebung der Landwritschaft durch Römer und Araber
  • Einführung neuer Kulturpflanzen (Reis, Zuckerrohr, Aprikosen, Pfirsiche, Zitronen, Spargel, Melonen u. v. m.)
  • neue Anbaumethoden
  • neue Bewässerungstechniken (diese wurden von den Römern entwickelt und durch die Araber verbessert/ perfektioniert)
  • huertas (lat. hurta = Garten): Durch Kanäle und Gräben bewässert, intensiv genutztes Gemüse- und Obstbauland in den bewässerungsfähigen Gebieten Spaniens

Wirtschaftliche Entwicklung der huertas bis heute

  • die huertas sind bis heute leistungsfähige Versorgungsgebiete (Agrarlandschaften) v. a. für Oliven und Zitrusfrüchte
  • Anbauvielfalt und Fruchtbarkeit sind Inbegriff der huertas
  • Reisanbau: Albufera (feuchte Tiefebene bei Valencia, Größe: 18000 ha)
  • Deckung des Inlandbedarfs
  • Rückgang des Reisbau, da unrentabel und sehr arbeitsaufwendig

Probleme der huertas

  • Abwanderung von Arbeitskräften
  • hohe Kapitalkosten durch Mechanisierung (können nicht getragen werden)
  • Industrieflächen werden gebraucht
  • Umweltverschmutzung durch die Industrie
  • Zersplitterung der Flächen
  • hoher Wasserverbrauch wegen Bewässerungsfeldbaus

Moderne Wirtschaftstrukturen in der Comunidad Valencia

  • historische Pole der Industrie: Baskenland, Madrid und Barcelona
  • Erschließung neuer Industrieorte durch ausländische Direktinvestitionen (Andalusien, Zaragoza, Valencia)
  • Die Ansiedlung von "Ford España" und deren Auswirkungen auf den Raum
  • Standortentscheidung Valencia im Jahr 1973:
  • Gründe:
  • billige, streikunerfahrene Arbeitskräfte
  • beste Verkehrsanbindung
  • "auf der grünen Wiese": d. h. 270 ha Platz für evtl. Expansion und Errichtung neuester Technik
  • 10.000 Beschäftigte arbeiten in einem Industriepark von 270ha (ehem. Huertaland)
  • durch Automobilbau: Veränderung der Raumstruktur: Dezentralisierung
  • andere valenzianische Industriezweige lassen sich stark nach Regionen innerhalb der Comunidad aufgeteilen:

Elda, Elche, Petrel: Lederwaren, Schuhe

  • Castellón de la Plana: Keramik(fliesen)
  • Orihuela: Möbelbau
  • Alcoy, Alicante: Textilindustrie
  • Novelda: Mamorbrüche
  • Puzol: Zitrus
  • Albufera (südl. von Valencia): Reis


Zusammenfassung

  • die Comunidad Valencia erwirtschaftet 9,2% des gesamtspanischen BIP und ist somit eine sehr dynamische Wirtschaftsregion
  • Aufteilung der Wirtschaftssektioren gleicht dem von (hoch)entwickelten Staaten:

Landwirtschfaft: 3%, Industrie: 33,7%, Dienstleistungen: 63,3% (sehr stark gewachsen, vor allem im Tourismus)


FAZIT Die Comunidad Valencia ist zu einer teritären Region geworden, deren landwirtschaftlicher Nutzen dennoch nicht zu vergessen ist.

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  1. http://www.ine.es/prensa/np440.pdf Instituto Nacional de Estadistica
Wikipedia
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