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VESA BIOS Extensions
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Die VESA BIOS Extensions (VBE) sind ein Standard der Video Electronics Standards Association (VESA) für Grafikkarten in IBM-Kompatiblen PCs.
Sie sind eine Programmierschnittstelle (API) wie heute etwa DirectX und OpenGL, die dem Programmierer Interrupts zur Verfügung stellt, um damit Aktionen wie das Setzen oder Abfragen von Videomodi durchzuführen sowie weitere von der Hardware unterstützte Funktionen anzusprechen.
Primär waren die VESA BIOS Extensions für 16-Bit-Applikationen unter DOS gedacht. Der Framebuffer kann allerdings auch von 32-Bit-DPMI-Programmen verwendet werden. Mit der Einführung der VBE 2.0 war es somit möglich, Grafikmodi in mit 16 Bit Farbtiefe (65536 Farben) mit Auflösungen bis zu 1600x1200 zu verwenden, ohne gezielt programminterne Unterscheidungen zur verwendeten Grafikhardware zu implementieren. Unter DOS gab es vorher keine standardisierte Schnittstelle für Grafik, die über den VGA-Standard hinausging.
Die aktuelle Version des Standards ist 3.0. Er wird von allen modernen Grafikkarten unterstützt, wird allerdings kaum noch verwendet, da heute leistungsfähigere APIs zur Verfügung stehen, ermöglicht es aber, auch vom Betriebssystem nicht direkt unterstützte Grafikkarten zu verwenden.
Die meisten DOS-Spiele zwischen etwa 1993 und 1997 verwendeten die schnellen 16-Bit-Modi mit niedriger Auflösung wie etwa 320x200 oder 320x240. Da jedoch nicht alle Grafikkarten bei Einführung dieses Standards entsprechende Funktionalität im BIOS der Karten implementierten, gab es universelle Zusatzprogramme (etwa UniVBE, später Scitech Display Doctor) wie auch hardwarespezifische Zusatzprogramme (etwa S3VBE Core 2.0 für S3-Karten oder TLIVESA für Tseng-Labs-Karten), die entsprechende Unterstützung anboten. Erst hiermit war es dann in entsprechenden Fällen möglich, dass die Modi genutzt werden konnten.
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