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Ursula Herking

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Ursula Herking (i. e. Ursula Natalia Klein) (* 28. Januar 1912 in Dessau; † 17. November 1974 in München) war eine deutsche Schauspielerin und Kabarettistin.

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

Neben ihren großen Erfolgen als Schauspielerin u. a. "Kabarett der Komiker" Erich Kästner 1934, gehörte ihre Liebe dem Kabarett. Sie spielte u. a. in der Katakombe von Werner Finck, Nach dem Krieg war sie der unumstrittene Star in Rudolf Schündlers legendärem Münchner Nachkriegskabarett "Die Schaubude" zu dessen Hausautoren Erich Kästner, Axel von Ambesser und Herbert Witt zählten. Berühmtheit erlangte sie unter anderem mit ihrer Interpretation von Kästners "Marschlied 1945".

Mit Wolfgang Neuss und Wolfgang Müller gründete sie den "Nürnberger Trichter". Trotz des gleichzeitigen Theater- und Filmerfolgs zog es sie immer wieder ans Kabarett, so 1958 zur "Münchner Lach- und Schießgesellschaft". Weitere Stationen waren u. a. das "Kom(m)ödchen" in Düsseldorf.

Nicht nur im Kabarett, sondern auch als Diseuse machte sie sich einen Namen. Unter anderem ist sie auf der Schallplatte: "Frivolitäten - 10 Diseusen - 10 Chansons" von Polydor zu hören.

Ihr wurde ein Stern im Walk of Fame des Kabaretts gewidmet.

Ursula Herking war die Tochter der Theaterschauspielerin und Sängerin Lily Herking, die beim Brand des Anhaltischen Theaters in Dessau am 22. Januar 1922 ums Leben kam. In erster Ehe war Ursula Herking mit dem Industriemanager und späteren CSU-Mitbegründer Johannes Semler liiert. Dieser Ehe enstammen die beiden Kinder Susanne Hess (* 1937) und Christian Semler (* 1938).

Filme (Auswahl)

  • 1935: Liebesleute
  • 1936: Onkel Bräsig
  • 1937: Unter Ausschluß der Öffentlichkeit
  • 1938: Eine Nacht im Mai
  • 1938: Die vier Gesellen
  • 1939: Alles Schwindel
  • 1940: Frauen sind doch bessere Diplomaten
  • 1940: Kora Terry
  • 1941: Eine Nacht in Venedig
  • 1942: Geliebter Schatz
  • 1943: Die Affäre Roedern
  • 1943: Ein Mann mit Grundsätzen
  • 1944: Eine reizende Familie
  • 1945: Das Mädchen Juanita / Frau über Bord
  • 1949: Krach im Hinterhaus
  • 1950: Schön muß man sein
  • 1951: Die Frauen des Herrn S.
  • 1952: Tanzende Sterne
  • 1953: Keine Angst vor großen Tieren
  • 1954: Vom Himmel gefallen
  • 1955: Unternehmen Schlafsack
  • 1955: Kinder, Mütter und ein General
  • 1956: Ein Herz kehrt heim
  • 1957: Witwer mit fünf Töchtern
  • 1958: Solange das Herz schlägt
  • 1958: Der lachende Vagabund
  • 1959: Das blaue Meer und Du
  • 1960: Immer will ich dir gehören
  • 1961: Davon träumen alle Mädchen
  • 1962: Verrückt und zugenäht
  • 1965: Mädchen hinter Gittern

Biographie

  • Ursula Herking, Danke für die Blumen: Erinnerungen, München: Heyne, 1973. HEYNE-BUCH Nr. 5135. ISBN 3-453-00473-6.

Literatur

  • Gwendolyn von Ambesser: Schaubudenzauber - Geschichte und Geschichten eines legendären Kabaretts, Verlag Edition AV, Lich/Hessen 2006. ISBN: 978-3-936049-68-8
  • Dagmar Nick (Hrsg.) Edmund Nick, Das literarische Kabarett - Die Schaubude 1945-1948 Seine Geschichte in Briefen und Songs. edition monacensia im Allitera Verlag, München 2004, ISBN: 3-86520-026-5

Weblinks

Wikipedia
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