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Ursodeoxycholsäure
Aus Kefk.
| Strukturformel | |
|---|---|
| Allgemeines | |
| Name | Ursodeoxycholsäure |
| weitere Namen | UDCA, Ursodiol, Ursofalk®, Cholit-Ursan®, Ursochol 150®, |
| verschreibungspflichtig | |
| Summenformel | C24H40O4 |
| CAS-Nummer | 128-13-2 |
| Eigenschaften | |
| Aggregatzustand | fest |
| Schmelzpunkt | 203 °C |
| Löslichkeit | 20 mg/l in Wasser |
Ursodeoxycholsäure (abgekürzt UDCA, auch bekannt als Ursodiol) ist eine natürliche, tertiäre Gallensäure, die als gut verträgliches Medikament zur Auflösung von kleinen Gallensteinen und zur Behandlung einer Reihe von Lebererkrankungen gegeben wird. Sie wird in hoher Konzentration in der Galle von Bären gefunden, insbesondere beim asiatischen Schwarzbär. Daher stammt ihr Name (lat. ursus „der Bär“). UDCA kann auch synthetisch hergestellt werden. Die Substanz wird passiv resorbiert und wird im enterohepatischen Kreislauf über die Galle ausgeschieden und teilweise über den Darm wieder aufgenommen. UDCA wird zu etwa 3 % auch in der menschlichen Galle gefunden.
Inhaltsverzeichnis |
Medizinische Effekte
In medizinischen Studien konnte ein leberschützender (hepatoprotektiver) und den Gallefluss anregender Effekt nachgewiesen werden.
Einsatzgebiete
- Auflösung von kleinen Cholesterin-Gallensteinen
Voraussetzung ist, dass die Gallenblase noch funktionsfähig ist und dass die Gallensteine klein und röntgennegativ (keine Schattenbildung im Röntgenbild) sind. - Primär biliäre Zirrhose und ihre Vorformen[1][2]
- Primär sklerosierende Cholangitis
Hier dient UDCA zur symptomatischen Therapie und dazu, Komplikationen (vor allem die Entstehung von Dickdarmkrebs) zu verhindern. Ein Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung ist nicht nachgewiesen.[3]
- Ob ein Einsatz bei anderen chronischen Lebererkrankungen, wie beispielsweise der Leberzirrhose erfolgversprechend ist, wurde bis jetzt noch nicht endgültig geklärt.
Nebenwirkungen
Es kann zu breiförmigen Stühlen oder Durchfall kommen. Andere Nebenwirkungen wie Urticaria sind selten.
Quellen
- ↑ Heathcote EJ: Management of primary biliary cirrhosis. The American Association for the Study of Liver Diseases practice guidelines. Hepatology. 2000 Apr;31(4):1005-13. PMID 10733559
- ↑ Leuschner U, Manns MP, Eisebitt R: Ursodeoxycholic acid in the therapy for primary biliary cirrhosis: effects on progression and prognosis. in Z Gastroenterol. 2005 Sep;43(9):1051-9. PMID 16142614
- ↑ Cullen SN, Chapman RW: The medical management of primary sclerosing cholangitis. Semin Liver Dis. 2006 Feb;26(1):52-61. PMID 16496233
Weblinks
- http://www.jgld.ro/32005/259-266_9.pdf Überblick zum Thema (englisch)
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