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Urobilinogen
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Urobilinogen ist ein Abbauprodukt von Bilirubin. Es wird bakteriell aus Bilirubin gebildet, das aus der Galle in den Darm abgegeben wird. Der größte Teil des Urobilinogens wird rückresorbiert, über die Pfortader der Leber zugeführt, weiter abgebaut und auch teilweise im Urin ausgeschieden.
Die normale Urobilinogenkonzentration im Urin reicht von 0,1-1,8 mg/dl (1,7-30 µmol/l), Konzentrationen >2,0 mg/dl (34 µmol/l) gelten als pathologisch.
Urobilinogen tritt im Urin nicht auf, wenn kein Bilirubin in den Darm gelangt. Eine Urobilinogenurie kann, muss aber nicht von einer Bilirubinurie begleitet sein. Urobilinogen wird vermehrt im Urin ausgeschieden, wenn die Funktion der Leber eingeschränkt oder überlastet oder die Leber umgangen wird. Urobilinogen ist nierengängig.
Urobilinogen wird vermehrt im Urin nachgewiesen bei:
- hämolytischer Anämie (vermehrter Abbau roter Blutkörperchen)
- Verstopfung, Darmentzündung
- Infektionen der Gallenwege
- akute und chronische Leberentzündung
- toxische Leberschäden, Lebertumoren
- Stauungsleber (bei Herzinsuffizienz)
Nachweis
Urobilinogen ist durch eine Kupplung von Urobilinogen an stabilisiertes Diazonium-Salz leicht mit entsprechenden Urin-Teststreifen nachweisbar, die praktische Nachweisgrenze liegt bei 0,4 mg/dl, Werte unter 1 mg/dl gelten als normal. Dieser Test ist zwar nicht übermäßig genau, reicht für eine medizinische Bewertung aber vollkommen aus. Er kann so helfen, Leberschäden zu erkennen und verschiedene Ursachen der Gelbsucht (Bilirubin-Erhöhung) zu unterscheiden.
Weblinks
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