Unteroffizier

Aus Kefk

Wechseln zu: Navigation, Suche

Unteroffizier bezeichnet bei der Bundeswehr den niedrigsten Unteroffizierdienstgrad bei Heer und Luftwaffe. Dem Dienstgrad Unteroffizier entspricht in vielen Streitkräften der Welt der Sergeant (engl.)/Sergent (frz.), seltener der Corporal.

Unteroffizier kann außerdem eine militärische Laufbahn- oder Dienstgradgruppe bezeichnen; beim öffentlichen Dienst der Bundesrepublik Deutschland entspricht der Laufbahn der Unteroffiziere der mittlere Dienst.

In einigen nichtdeutschen Ländern sind die Dienstgradbezeichnungen der Unteroffiziere auch in zivilen Organisationen gebräuchlich; etwa, wenn sie dem Militär direkt unterstellt oder militärähnlich strukturiert sind (z. B. die französische Feuerwehr und Gendarmerie).

Inhaltsverzeichnis

Dienstgrad der Bundeswehr

Uffz-Abzeichen(Artillerie)
Uffz-Abzeichen
(Artillerie)

Der Unteroffizier (Abk.:Uffz, in Listen U) entspricht in der Deutschen Marine dem Dienstgrad Maat. Offizieranwärter durchlaufen diesen Dienstgrad als Fahnenjunker (Heer, Luftwaffe) bzw. Seekadett (Marine).

Unteroffiziere können innerhalb der durch die Vorgesetztenverordnung (VorgV) gesetzten Grenzen Mannschaften Befehle erteilen. Sie werden (ebenso Fahnenjunker und Seekadett) nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit A5 besoldet.

Dienstgradgruppe

Die Laufbahn der Unteroffiziere umfasst die Dienstgradgruppe der Unteroffiziere ohne Portepee (Unteroffiziere/Stabsunteroffiziere und Fahnenjunker bei Heer und Luftwaffe bzw. Maat/Obermaat und Seekadetten bei der Marine) und die der Unteroffiziere mit Portepee (Feldwebel, Ober-, Haupt-, Stabs- sowie Oberstabsfeldwebel und den Fähnrich/Oberfähnrich bei Heer und Luftwaffe bzw. Bootsmann, Ober-, Haupt-, Stabs- sowie Oberstabsbootsman und Fähnrich/Oberfähnrich zur See bei der Marine).

Ausbildung und Chargenabzeichen

Die Voraussetzungen zur Einstellung als Unteroffizieranwärter sind in der Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) festgelegt. Demnach dauert die Ausbildung zum Unteroffizier bei der Bundeswehr ein Jahr, die zum Feldwebel neuerdings nur noch drei Jahre (bisher vier).

Unteroffizieranwärter tragen bis zur Beförderung zum Unteroffizier bzw. Maat über dem Dienstgradabzeichen einen Querbalken (silberfarben bei Heer/Luftwaffe, goldfarben bei der Marine). Feldwebelanwärter kennzeichnet eine quer über das untere Ende der Dienstgradabzeichen getragene altgoldfarbene Kordel (Dienstanzug Heer/Luftwaffe) bzw. zwei goldfarbene Querbalken über dem Dienstgradabzeichen der Bootsmannanwärter (Dienstanzug Marine). Im Jargon wird er als "Streßbalken" bezeichnet, weil er die Aufmerksamkeit der Ausbilder und Vorgesetzten auf sich zieht.

Die Ausbildung der Unteroffiziere fand früher in Unteroffizierschulen statt, denen mitunter auch eine Unteroffiziervorschule angegliedert war.

Laufbahnen

Unteroffiziere werden unterteilt in Unteroffiziere im Truppendienst und Unteroffiziere im Fachdienst. Unteroffiziere organisieren den Ablauf einer militärischen Einheit. Sie kommandieren Teileinheiten (Gruppen, Züge).

Österreich und die Schweiz

In der Schweizer Armee werden Unteroffiziere mit Portepee als „Höhere Unteroffiziere“ bezeichnet. Sie sind den Unteroffizieren vorgesetzt.

Im österreichischen Bundesheer zählen die Dienstgrade vom Wachtmeister aufwärts bis einschließlich Vizeleutnant als Unteroffiziere. Sie sind den Chargen (Mannschaftsdienstgraden) vorgesetzt. Die Unterteilung in höhere und niedere Unteroffiziere entfällt.

Historische deutsche Unteroffiziersdienstgrade

  • in manchen Heeren auch die Obergefreiten und Gefreiten

Siehe auch

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Unteroffizier, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Persönliche Werkzeuge