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Unterägeri

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Wappen
Bild:Sin escudo.svg
Basisdaten
Kanton: Zug
Bezirk: (Zug kennt keine Bezirke)
BFS-Nr.: 1709Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 6314
Koordinaten: Koordinaten: [http://tools.wikimedia.de/~magnus/geo/geohack.php?language=de&params=47.138882
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Höhe: 727 m ü. M.
Fläche: 27.10 km²
Einwohner: 7679 (31. Dezember 2005)
Website: www.unteraegeri.ch
Karte
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Unterägeri ist eine politische Gemeinde des Kantons Zug in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Unterägeri befindet sich am westlichen Ende des Ägerisees (Seespiegel 724 m ü.M.) am Lauf der Lorze, südwestlich der Stadt Zug. Das alte Dorf (Oberdorf) liegt am Fuss des Wilerbergs, etwas abgerückt vom Seeausfluss, an der alten Strasse von Zug nach Schwyz. Das Dorf entwickelte sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts zum Wohngebiet einer grossteils in den nahen städtischen Agglomerationen arbeitenden Bevölkerung.

Gewässer

Der Ägerisee liegt im Ägerital und grenzt natürlich an Unterägeri. Vom Hürital hinten kommt der Hüribach und fliesst in den See und beim Seminarhotel fliesst er als Lorze wieder aus dem See.

Geschichte

Die politische Gemeinde Unterägeri besteht erst seit 1798. Die Geschichte von Unterägeri, früher Wilägeri oder Wilen genannt, beginnt aber früher.

Die Spuren menschlicher Besiedelung des Ägeritals lassen sich bis etwa 2000 v. Chr. in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. Orts- und Flurnamen, sowie vereinzelte Bodenfunde geben Hinweise auf die frühesten Bewohner.

Im 6. Jahrhundert besiedelten die von Norden in die Schweiz eindringenden Alemannen das Ägerital. Das Ägerital wechselte in der Folge einige Male den Besitzer und gehörte zu Teilen dem Fraumünsterkloster in Zürich, dem Kloster Einsiedeln und den Habsburgern.

Am 15. November 1315 zogen habsburgische Truppen von Zug aus das Ägerital hinauf gegen die Eidgenossen. Bei Morgarten am Ägerisee kam es schliesslich zur Schlacht, die mit einer vernichtenden Niederlage der Habsburger endete.

1352 traten Stadt und Amt Zug und damit auch das Ägerital der Eidgenossenschaft bei, aber erst Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Leute aus dem Ägerital frei von allen habsburgischen und klösterlichen Besitzansprüchen. Es folgte die kirchliche und politische Loslösung Unterägeris von Oberägeri. Daher wurde nach Plänen Ferdinand Stadlers ab 1856 eine eigene Kirche gebaut.

Im 19. Jahrhundert begann in Unterägeri die Industrialisierung, welche die Wasserkraft der Lorze nutzte. Mit der Industrialisierung stieg die Bevölkerungszahl stark an. Die Entwicklung von Unterägeri zu einem Kurort gegen Ende des 19. Jahrhunderts kompensierte den einsetzenden langsamen Niedergang der Industrie.

Nach dem 2. Weltkrieg setzte nach langer Stagnation wieder ein sprunghaftes Bevölkerungswachstum ein, so dass sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Bevölkerungszahl von Unterägeri verdoppelt hat.

Weblinks

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